Zerstörung auf den Philippinen Taifun "Utor" nimmt Kurs auf die Südostküste Chinas

Vier Menschen kamen ums Leben, elf werden noch vermisst: Der Taifun "Utor" ist über die Nordostküste der Philippinen gefegt. Nun zieht er weiter nach China.

Ein Taifun, der am Montag über die philippinische Nordostküste gefegt ist, hat das Land härter getroffen als zunächst angenommen. Mindestens vier Menschen kamen ums Leben, berichtete das Büro für Zivilverteidigung. Elf Menschen werden vermisst.

Ein 22-Jähriger kam auf dem Weg ins Krankenhaus ums Leben, nachdem abrutschende Erdmassen ihn unter sich begraben hatten. Drei weitere Menschen ertranken. In der Provinz Aurora fiel der Strom aus, in der Region Bicol mussten etwa 1000 Bewohner in Notunterkünften untergebracht werden. Insgesamt trieb der Taifun "Utor" mehr als 36.000 Menschen in die Flucht und zerstörte etwa 2000 Häuser, wie das Büro für Zivilverteidigung am Dienstag mitteilte.

Etwa 8000 Menschen strandeten, weil sämtlicher Fährverkehr im Nordosten des Inselreiches eingestellt wurde. Der Taifun "Utor" erreichte nach neuen Erkenntnissen eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 200 Kilometern pro Stunde und traf in Aurora etwa 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Manila an Land.

Ersten Schätzungen zufolge richtete der Taifun Schäden von umgerechnet mehr als einer Million Euro an. "Utor" nahm nach Angaben des Wetterdienstes Kurs auf die Südostküste Chinas, wo er für Mittwoch erwartet wird.