Mexiko Fahrgast prellt Taxifahrer um 18 000 Euro

Der Geschädigte flog mit seinem Fahrgast sogar bis nach Mexiko - sein Geld bekam er trotzdem nicht (Symbolbild).

(Foto: dpa)
  • Ein Taxifahrer aus Wien hat eine Anzeige bei der Polizei in Euskirchen aufgegeben.
  • Er behauptet, ein Fahrgast habe ihn um 18 000 betrogen, die Beamten halten ihn für glaubwürdig.

Es hätte ein sehr gut bezahlter Auftrag werden können: Ein Taxifahrer aus Wien chauffierte einen Gast von Monaco, nach Nizza, über Brüssel und London in die Slowakei und über die Eifel wieder zurück nach London. 18 000 Euro hätte der 47-jährige Fahrer für diese Reise bekommen müssen - doch aus dem Geschäft wurde nichts.

Am 10. November hatte der Wiener den Mann in Monte Carlo abgeholt. Dass er den Mann bereits kannte, erklärt, warum er diesen weiten Weg überhaupt auf sich nahm. Von dort ging es nach Nizza und weiter über Brüssel bis nach London. Doch auch dort war die Reise nicht zu Ende. Von London ging es, laut dem Taxifahrer, weiter nach Ziliana in die Slowakei und von dort nach Bad Münstereifel. In dem Ort verbrachten die beiden Männer zwei Tage in einem Hotel, bevor es zurück nach London ging.

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18 000 Euro hatte die Fahrt bis dorthin gekostet. Laut den Schilderungen des Taxifahrers konnte der Gast die angefallenen Kosten nicht bezahlen. Er habe aber genug Geld auf einer Bank in Mexiko, soll der Mann ihm versprochen haben. So vereinbarten die Männer, gemeinsam nach Mexiko zu fliegen, um dort die horrende Rechnung zu begleichen. In Cancún, einer Stadt im Südosten Mexikos, verschwand der Gast jedoch, ohne zu zahlen. Der 47-Jährige Taxifahrer musste sich daraufhin Geld von seiner Ehefrau schicken lassen, um wieder nach London zu seinem Taxi zurückfliegen zu können.

Fahrgast könnte Familie in Euskirchen haben

Um das Geld vielleicht doch noch zu bekommen, erstattete der Wiener nun bei der Polizei in Euskirchen Anzeige. Dass er sich ausgerechnet dort gemeldet hat, hat auch einen Grund, wie die Polizei der SZ mitteilte: Der Taxifahrer gehe davon aus, dass sein Fahrgast familiäre Kontakte in Euskirchen oder der Region habe.

Natürlich klinge das alle sehr skurril. "Wir gehen aber davon aus, dass die Geschichte wahr ist", sagte ein Polizeisprecher. Die Behörde hofft nun, den Beschuldigten anhand der Personenbeschreibung ausfindig machen zu können. Ob der Taxifahrer am Ende sein Geld bekommt, ist allerdings ungewiss. Das kommt laut Polizei darauf an, ob der Fahrgast überhaupt genug Geld besitzt.

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