Neue schwere Mängel beim Kölner U-Bahn-Bau: In einigen Baugruben ist nicht mal ein Fünftel der vorgesehenen Stahlbügel eingesetzt worden.
Die Mängel beim Bau der Kölner U-Bahn sind noch weit schwerwiegender als bisher bekannt. Die Stadt Köln teilte mit, dass in der innerstädtischen Baugrube Heumarkt zum Teil nur 17 Prozent der vorgesehenen Stahlbügel eingebaut wurden. Sie bestätigte damit einen Bericht des Kölner Stadt-Anzeiger.
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An der Einsturzstelle erinnern noch immer Blumen und Kerzen an die Opfer. (© Foto: dpa)
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Der Polier der Grube und seine Mitarbeiter sollen die Stahlbügel gestohlen und an einen Schrotthändler verkauft haben. Die Bügel dienten zur Stabilisierung der Wände. Nach eingehender Prüfung kam die Stadt aber zu dem Schluss, dass trotz allem keine Einsturzgefahr bestehe. Alle Experten seien sich in diesem Punkt einig.
Keine Beeinträchtigung der Jecken
Der Rosenmontagszug könne ohne Beeinträchtigung stattfinden, versicherte die Stadt. "Um in jedem Fall weiterhin die größtmögliche Sicherheit gewährleisten zu können (...), werden alle Untersuchungen und Messungen kontinuierlich fortgesetzt." Experten hatten in der Nacht zum Donnerstag Wände in der Baugrube geöffnet, um zu prüfen, ob dort wirklich zu wenige Stahlbügel eingebaut worden waren. Was sie sahen, übertraf ihre schlimmsten Erwartungen: Teilweise fehlten mehr als 80 Prozent der Bügel. Feuerwehr und Polizei wurden daraufhin in Alarmbereitschaft versetzt.
"Oben feierten die Jecken fröhlich Weiberfastnacht, unten in der Grube der U-Bahn-Haltestelle Heumarkt wurde gemeißelt und gerechnet", berichtete der Kölner Stadt-Anzeiger. Auch in den unterirdischen Baustellen Rathaus und Waidmarkt soll ein großer Teil der Bügel fehlen. Am Waidmarkt war vor knapp einem Jahr das Stadtarchiv eingestürzt. Allerdings kann dies nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft nichts mit den fehlenden Bügeln zu tun gehabt haben.
Nach Informationen der Zeitung erarbeitete die Stadtspitze am Donnerstag bereits Pläne für eine Evakuierung der Umgebung der Baustelle Heumarkt direkt vor einem großen Hotel. Die ersten Messergebnisse hätten den Stab um Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) dann aber aufatmen lassen. Bei dem Einsturz des Stadtarchivs waren am 3. März 2009 zwei Menschen ums Leben gekommen. Archivschätze von unschätzbarem Wert wurden verschüttet.
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(dpa/vw)
FKK-Slackliner Alexander Schulz
dat hätte der Konrad Adenauer bestimmt nicht jemacht!
Der Konrad Adenauer war nämlich ein zivilisierter Demokrat - und sogar ein Fürsprecher der Diktatur des Guten!
Der SPD Buergermeister atmet auf,dass 80% der Stahlbuegel nicht eingebaut wurden ist nicht weiter schlimm. Da muss man doch an denKoelner Kluengel denken,der besteht aus 100% tigen Amtstraegen. Warum wird der Pfusch nicht abgerisen und den Baufirmen das ausbezahlte Geld nicht zurueckgefodert ? Auch sollte die Fage gestellt werden,warum werden die Baufirmen nicht wegen absoluter Unfaehigkeit gekuendigt ? Die gehen lieber mit den Buergermeister und seinen Freunden einen Tour durch die Gemeinde auf Staatskosten. Ein Konrad Adenauer haette solche Elemente mit einer Dachlatte aus der Stadt getrieben.
Bitte wie?! Wenn das nun wirklich nichts ausmacht warum soll man dann zukünftig immer 100% verbauen? So etwas ist doch ein Freischein für jeden Polierer der jetzt weiß ein Nebengeschäft mit Schrotbügeln macht ja nix aus. Also ich kann mir auch nicht vorstellen das die Maximalbelastung der Bauwerke dadurch nicht herabgesetzt wurde. Beton ist ja von sich aus von oben druckstabil aber das Eisen gibt im erst die Fähigkeit auch Scherkräfte zu verkraften.
Es können 80% der "Stabilisierungsbügel" einfach fehlen, und das macht nichts? Ich würde ja mal sicherheitshalber nachprüfen, welcher Kölsche Klüngel denn bei dieser Expertise am Werke war... just in case...
Unsere Ökonomen erklären uns ja immer, das Markt und Wettbewerb alles regeln. Da muss Köln halt die nächste U-Bahn woanders in Auftrag geben. Oder wird man da genauso betrogen?
Paging