Indonesien Vier Tote und 192 Vermisste nach Fährunglück auf Sumatra

Viele Menschen haben ihre Verwandten als vermisst gemeldet.

(Foto: ANTARA FOTO)
  • Nach dem Fährunglück auf einem See der indonesischen Insel Sumatra ist die Zahl der Vermissten auf 192 gestiegen.
  • Zudem bargen Rettungskräfte auf dem Grund des Tobasees im Norden der Insel weitere Leichen. Damit stieg die offizielle Zahl der Todesopfer auf vier.
  • 18 Menschen wurden bisher gerettet.

Nach dem Untergang einer überladenen Fähre auf der indonesischen Insel Sumatra ist die Zahl der Vermissten auf 192 gestiegen. Meterhohe Wellen und schwere Regenfälle erschweren die Bergungsarbeiten.

Das aus Holz gefertigte Schiff war auf dem bei Touristen beliebten Tobasee im Norden der Insel unterwegs. Eigentlich war es nur für 60 Personen ausgelegt, offenbar befanden sich aber mindestens doppelt so viele Menschen an Bord. Wie es aus dem indonesischen Verkehrsministerium hieß, hatte die Fähre zusätzlich zahlreiche Motorräder geladen. Ob auch ausländische Urlauber an Bord waren, ist noch unklar.

Bisher ist erst der Tod von vier Passagieren offiziell bestätigt. Den Helfern zufolge wurde 18 Menschen gerettet. Auch am Tag nach dem Unglück sind die Behörden noch damit beschäftigt, die genaue Zahl der Passagiere zu ermitteln.

"Viele Menschen haben ihre Verwandten als vermisst gemeldet", sagte der Chef der Rettungseinheit in der nahe gelegenen Stadt Medan. Hunderte Hilfskräfte beteiligten sich an der Suche, darunter auch Angehörige des Militärs und der Polizei. Der Einsatz könnte sich lange hinziehen, da die Passagiere möglicherweise in der Fähre eingeschlossen seien, sagte der Einsatzleiter.

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