Nach einer zweiten Explosion in Russlands größtem Kohlebergwerk ist die Zahl der Toten auf 30 gestiegen - unter ihnen sind viele Rettungskräfte. Den 60 weiteren Verschütteten bleibt wenig Zeit.
Nach einer schweren Explosion in einem Kohlebergwerk in Russland ist die Zahl der Toten auf mindestens 30 gestiegen. Bei dem Versuch, Verschüttete Bergleute aus der Grube zu holen, sind bei einer zweiten Explosion 18 Helfer getötet worden, berichteten russische Nachrichtenagenturen. Zuvor waren bereits die Leichen von zwölf Bergleuten geborgen worden.
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Trauer um ihre verschütteten Kollegen: Arbeiter der "Raspadskaja"-Mine im Kusbass-Revier, dem größten Kohlebergwerk Russlands. (© Foto: dapd)
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In der Grube "Raspadskaja" im sibirischen Kusbass-Kohlerevier werden 60 Menschen weiterhin vermisst. Für ihre Rettung blieben nur noch höchstens 48 Stunden, sagte Katastrophenminister Sergej Schoigu. Er sprach auch von der Gefahr eines Wassereinbruchs in das 370 Kilometer lange unterirdische Tunnelsystem.
Es war zunächst unklar, ob die Männer noch am Leben sind, weil der Funkkontakt fehlte. Nach Darstellung Schoigus stellten Helfer die Belüftung sowie die Stromversorgung in dem 37 Jahre alten Kohlebergwerk wieder her. Es bestand aber weiter die Gefahr von Explosionen. Weitere Gebäude über Tage waren einsturzgefährdet.
"Wir müssen alles technisch Mögliche unternehmen, um die Mine so schnell wie möglich zu belüften", sagte Ministerpräsident Wladimir Putin in einer Videokonferenz mit Rettungskräften. Die Situation sei sehr ernst.
Das Unglück ereignete sich in der Nacht zum Sonntag in der sibirischen Stadt Meschduretschensk in der Oblast Kemerowo. Das betroffene "Raspadskaja"-Kohlebergwerk ist das größte seiner Art in Russland. Auf dem Gebiet der früheren Sowjetunion kommt es wegen unzureichender Sicherheitsvorkehrungen immer wieder zu schweren Grubenunglücken mit hohen Opferzahlen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verstoßes gegen den Arbeitsschutz.
"Leben, das ist Bewegung": Felix Grützner tanzt auf Beerdingungen, um an die Verstorbenen zu erinnern und Raum für Gefühle zu schaffen. Jetzt lesen ...
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(Reuters/dpa/dapd/kat/dgr)
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