Gewalt in Indien Drei Festnahmen nach Vergewaltigung einer US-Touristin

Sie sollen eine Touristin aus den USA in ihrem Lastwagen mitgenommen, verschleppt und vergewaltigt haben: Drei Verdächtige wurden im nordindischen Bundesstaat Himachal Pradesh von der Polizei festgenommen. Die Amerikanerin ist nicht die einzige Touristin, die in den vergangenen Tagen in Indien vergewaltigt wurde.

Nach der erneuten Gruppenvergewaltigung einer Frau in Indien hat die Polizei drei Verdächtige festgenommen. Die Männer im Alter zwischen 22 und 24 Jahren aus Nepal würden derzeit verhört, das mutmaßliche Tatfahrzeug sei beschlagnahmt worden, erklärte die Polizei.

Die 30-jährige US-Touristin war am Montagabend in Himachal Pradesh im Norden des Landes getrampt, nachdem sie vergeblich ein Taxi gesucht hatte. Drei Männer in einem Lastwagen hatten sie verschleppt und vergewaltigt, statt sie mit an ihren Zielort zu nehmen. Zwei Verdächtige wurden in der Stadt Manali unweit des Tatortes gefasst, wo sie Polizeiangaben zufolge leben. Der dritte wurde demnach festgenommen, als er zu fliehen versuchte.

Die drei Männer sollen in Untersuchungshaft genommen werden, hieß es weiter. Der Lastwagen wurde von Ermittlern durchsucht, forensische Beweise ins Labor geschickt.

Die Identität der jungen Frau darf nach indischem Gesetz nicht bekannt gegeben werden. In dem Land wird seit Monaten über die weit verbreitete sexuelle Gewalt gegen Frauen debattiert. Die Diskussion war Mitte Dezember an der Gruppenvergewaltigung einer indischen Studentin in Delhi entflammt. Die 23-Jährige erlag ihren schweren Verletzungen.

Seitdem wurden zahlreiche weitere Vergewaltigungsfälle bekannt. Anfang der Woche hatte die Polizei in der östlichen Metropole Kalkutta einen Geschäftsmann festgenommen, der am Wochenende eine 21-jährige Irin vergewaltigt haben soll.