Gefährlicher Schulstreich in Schleswig-Holstein Unfall mit Chemikalien - 30 Kinder im Krankenhaus

Es sollte ein lustiger Spaß an der Schule sein: In Heide schütteten mehrere Schüler Chemikalien in Toilettenbecken. Im Verbindung mit dem Wasser entstand ein gefährliches Gasgemisch.

Nach einem "Schülerstreich" mit Chemikalien sind am Donnerstag im Schulzentrum Heide-Ost in Schleswig-Holstein etwa 30 bis 40 Schüler vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden.

Es sollte ein harmloser Schülerstreich sein, aber für über 30 Schüler endete das Ganze im Krankenhaus. Schüler hattten in einer Schule im schleswig-holsteinischen Heide Chemikalien in die Toilettenbecken gekippt.

(Foto: dpa)

Es handle sich aber nicht um bedrohliche Erkrankungen, teilte eine Sprecherin des Westküstenklinikums in Heide der Nachrichtenagentur dpa mit. Die 10 bis 18 Jahre alten Schüler würden ambulant beobachtet, da noch unklar sei, um was für Chemikalien es sich gehandelt habe, aus denen sich Gas gebildet habe. Schüler litten laut Polizei unter Atemwegserkrankungen und Übelkeit.

Um 09.39 Uhr war in der Schule Gasalarm ausgelöst und der gesamte Schulkomplex mit 1400 Schülern evakuiert worden. Rund 50 bis 100 Schüler wurden am Vormittag laut NDR1 Welle Nord in einer Sporthalle der Schule ärztlich betreut. Mehr als 20 Rettungswagen sowie mehrere Notärzte waren im Einsatz.

Als "Streich" hatten den Polizeiangaben zufolge Schüler Chemikalien in ein Toilettenbecken geschüttet. In Verbindung mit dem Wasser soll ein Gasgemisch entstanden sein. Unklar war zunächst, ob die Täter bereits der Polizei bekannt sind. Kinder liefen nach Augenzeugenberichten verstört und weinend herum und warteten auf ihre Eltern. Der Schulbereich war weiträumig abgesperrt. Nach Polizeiangaben wird die Schule voraussichtlich am Freitag noch geschlossen bleiben.