Elfenbeinküste Mindestens 60 Tote nach Massenpanik

Nach der Massenpanik liegen noch zahlreiche Kleidungsstücke am Ort des Unglücks in Abidjan.

(Foto: AFP)

Unglück in der Silvesternacht: In der westafrikanischen Republik Elfenbeinküste sterben etwa 60 Menschen in einem Gedränge, etwa 200 weitere werden verletzt. Vor allem Kinder und Jugendliche sind unter den Opfern.

In der westafrikanischen Republik Elfenbeinküste sind in der Silvesternacht mindestens 60 Menschen bei einer Massenpanik ums Leben gekommen. Das teilte die Feuerwehr in Abidjan, der größten Stadt des Landes, am Dienstag mit. Bei dem Unglück habe es außerdem mehr als 200 Verletzte gegeben.

Unter den Toten und Verletzten seien auch sehr viele Kinder und Jugendliche, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur AIP. Verzweifelte Eltern suchten am Dienstag nach den Vermissten. Die genaue Zahl der Opfer und die Ursache des Unglücks stand zunächst nicht fest.

Das Gedränge entstand den Angaben zufolge, als sich zahlreiche Menschen vor einem Stadion versammelten, um das Silvesterfeuerwerk zu betrachten. Die Menschen seien totgetrampelt worden oder erstickt, sagte ein Sprecher der Militärfeuerwehr.

Der staatlichen Fernsehsender RTI zeigte Bilder von auf der Straße liegende Leichen sowie verängstigte Frauen, die von Rettungskräften betreut wurden. Noch am Dienstagvormittag waren Haufen von Schuhen und Kleidung am Unglückort zu sehen. Ivorische Soldaten und Polizisten sowie Mitglieder der UN-Truppe Onuci sorgten für Sicherheit.

In Abidjan wurde zu Silvester erst zum zweiten Mal in Folge ein Feuerwerk organisiert. Die Feierlichkeiten sollten ein Symbol für den Neuanfang in dem Land unter Präsident Alassane Ouattara sein, nachdem bei dem von Dezember 2010 bis April 2011 anhaltenden politischen Machtkampf in dem westafrikanischen Land etwa 3000 Menschen getötet worden waren.