Düngerfabrik in Texas Rettungskräfte bergen zwölf Tote nach Explosion

Das Gelände der zerstörten Fabrik ist unzugänglich, die Rettungsarbeiten sind erschwert

(Foto: AFP)

Die Zahl der Toten durch die Explosion in einer texanischen Fabrik ist auf zwölf gestiegen. Mehr als 200 Menschen wurden verletzt, es gibt weiterhin Vermisste. Die letzte Überprüfung der Sicherheitsbedingungen in dem Gebäude war Jahre her.

Nach der schweren Explosion in einer Düngemittelfabrik in Texas sind nach offiziellen Angaben bislang zwölf Leichen geborgen worden. Etwa 200 Menschen seien wegen Verletzungen behandelt worden, sagte ein Sprecher der texanischen Sicherheitsbehörden.

Nach Angaben des Bürgermeisters der Stadt West, Tommy Muska, sind auch vier Sanitäter unter den Toten, deren Zahl ursprünglich mit fünf bis 15 angegeben worden war. Auch fünf Angehörige der Feuerwehr würden noch vermisst, sie seien wahrscheinlich ebenfalls tot, hatte Muska erklärt.

In dem Werk war am Mittwoch ein Feuer ausgebrochen. 20 Minuten lang versuchten Feuerwehrleute, den Brand zu löschen und einige Häuser sowie ein Pflegeheim in der Nähe zu evakuieren. Dann kam es zur Explosion. Bis zu 80 Häuser in der Umgebung wurden zerstört. Die Behörden gehen von einem Unglück aus. Nichts weise auf Fremdeinwirkung hin.

In der Fabrik, die seit 2006 nicht mehr kontrolliert worden war, lagerten nach Behördenangaben 270 Tonnen Ammoniumnitrat. Das aus Ammoniak und Salpetersäure gebildete Salz wird vor allem zur Herstellung von Düngemitteln und Sprengstoffen verwendet.

Nach Angaben der texanischen Umweltkommission werden staatliche Kontrollen nur nach Beschwerden angeordnet. 2006 hatte es Klagen wegen Ammoniakgeruchs gegeben.