Herrsching Haus geht in Flammen auf

Nebengebäude in Herrsching brennt völlig nieder. Hausbesitzer erleidet Brandverletzung.

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Nur noch eine Ruine: Den ganzen Tag brauchten die Feuerwehren aus Herrsching und Seefeld, um das in Flammen stehende Haus zu löschen. Foto: Georgine Treybal

(Foto: Georgine Treybal)

Meterhohe Flammen, eine riesige Rauchfahne und gesperrte Straßen: Mitten in Herrsching ist gegen 10 Uhr am Mittwochvormittag das Nebengebäude eines Wohnhauses in Brand geraten und vollständig niedergebrannt. Wie die Polizei berichtet, hatte der Hauseigentümer zuvor bereits vergeblich versucht, das Feuer zu löschen. Bei seinen Löschbemühungen zog sich der 76-Jährige Brandverletzungen am Kopf zu, konnte jedoch noch das Gebäude verlassen. Er musste durch den Rettungsdienst versorgt werden. Ein Anwohner aus einer angrenzenden Straße hatte die starke Rauchfahne an dem Einfamilienhaus in der Rehmstraße zuerst entdeckt und daraufhin die Feuerwehr verständigt. Als die alarmierte Herrschinger Feuerwehr am Brandort eintraf, stand das in Holzbauweise errichtete Nebengebäude bereits voll in Brand. Riesige Flammen schossen aus dem Gebäude.

Entsprechend schwierig gestalteten sich die Löscharbeiten. Den rund 50 eingesetzten Feuerwehrleuten aus Herrsching, Seefeld, Oberalting und Breitbrunn gelang es jedoch, ein Übergreifen des Feuers auf das unmittelbar angrenzende Wohngebäude und auf die weiteren Häuser zu verhindern. Das Nebengebäude, in dem sich Werkstatträume und eine Bibliothek befanden, brannte jedoch vollständig nieder. Nach ersten Schätzungen der Polizei beläuft sich der dabei entstandene Sachschaden auf rund 100 000 Euro. Wegen der Löscharbeiten musste die Rehmstraße für den Verkehr gesperrt werden. Auch auf den umliegenden Straßen kam es zeitweise ebenfalls zu Behinderungen. Gefahr bestand für die Anwohner jedoch, als im Verlauf der Aufräumarbeiten im abgebrannten Gebäude zwei Gasflaschen mit Acetylen und Sauerstoff gefunden wurden. Sie waren durch das Feuer stark erhitzt. Um eine Gefährdung der Anwohner auszuschließen, wurden aus den zwei benachbarten Häusern sechs Bewohner evakuiert. Die beiden Gasflaschen werden nun mit Wasser gekühlt, bis deren Temperatur außerhalb des kritischen Bereichs liegt, berichtet die Polizei. Erste Erkenntnisse der Brandfahnder der Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck deuten darauf hin, dass der Brand im Bereich der Rauchrohrdurchführung eines in der Werkstatt befindlichen Holzofens entstanden ist.