Mit dem schönen Wetter kommen die "Slackliner" in den Englischen Garten. Naturschützer fürchten, dass durch das Seiltanzen auf der "Slackline" Schäden an den Bäumen entstehen.
Ein straffes Nylonseil zwischen zwei Bäumen, guter Gleichgewichtssinn und viel Übung: Mehr braucht es nicht, um den Englischen Garten in einen Freiluft-Zirkus zu verwandeln. Je wärmer die Tage werden, desto mehr "Slackliner" zieht es nach draußen. Die Anhänger der Trendsportart, die sich in den achtziger Jahren in den amerikanischen Nationalparks entwickelte, balancieren unter freiem Himmel meist barfuß über ein Seil.
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Eva Gilch balanciert im Englischen Garten. Ein Baumschoner soll verhindern, dass das Seil die Bäume beschädigt. (© Foto: Catherina Hess)
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"Das Lebensgefühl ist das Tolle", schwärmt Slacklinerin Eva Gilch, als sie das fest gespannte Band im Englischen Garten betritt. "Man kann rausgehen, ist an der frischen Luft, trifft sich mit Freunden und hat immer jemanden, der zuschaut." Die 17-Jährige übt sich seit zwei Jahren im Seiltanz und ist mittlerweile auf mehreren Youtube-Videos zu sehen.
"Man lernt es total schnell und macht innerhalb von Stunden große Fortschritte", sagt Gilch und läuft über das kniehohe Seil. Für Ungeübte wäre schon das eine Herausforderung, die Slacklinerin aber hat gerade erst angefangen. Sie geht in die Hocke, kniet förmlich auf dem Band, steht dann wieder auf und schwingt wie beim Skifahren hin und her. "Surfen" nennt man das im Jargon der Trendsportler.
Inzwischen sind die Ersten stehengeblieben. Auch die Polizei, die im Englischen Garten Streife fährt, hält kurz an und schaut zu. "Wenn man den ganzen Tag trainiert, hat man manchmal schon Muskelkater", sagt Eva Gilch. Dafür sei Slacklining absolut ungefährlich.
"Am Anfang fällt man eben öfter mal runter, aber das gehört dazu und ist beim weichen Rasen überhaupt nicht schlimm." Die waghalsigere Variante - "Highlining" über Schluchten - hat sich die Schülerin als nächstes vorgenommen. Für das fast ebenerdige Slacklining muss man kein dickes Portemonnaie haben. Entsprechende Sets mit Seilen, Schlingen und Baumschonern sind ab 30 Euro erhältlich.
Der Bayerische Turnverband bietet seit einiger Zeit Slacklining-Kurse an, weil die Nachfrage so groß ist. Sie kosten für Mitglieder 29 Euro, für Nicht-Mitglieder sind es knapp 35 Euro.
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Studie von UN-Kinderhilfswerk
Die neueste Antwort
Der Trend flaut sicher bald wieder ab und mit Baumschonern und an großen Bäumen sollte es kein Problem darstellen.
Die dickeren Bäume im englischen Garten haben schon ganz andere Zeiten überlebt :-)
Man sollte jede Sportart begrüßen, die keinen Lärm macht, in der Natur ausgebübt wird, keine Straßensperren erfordert und auch sonst niemanden belästigt.
Auf dem Dorf fahren viele Jugendliche lieber Moped oder Bahnhofsrunden mit dem Auto, DAS ist krank!
"Oft seien es besorgte Passanten, die bei der Stadt anriefen, um sich über vermeintliche Beschädigungen an Bäumen zu beschweren."
Jaja, die berüchtigen besorgten Passanten - alles, was man zum ersten Mal sieht, gerät erst mal unter Verdacht und wird den Berhörden gemeldet. Da ist keine Müh zuviel. Aber wahrscheinlich selbst mit dem Auto aus Nymphenburg in den Englischen Garten gefahren. Brave Bürger.
äh, das ganze hat mit Seiltanz soviel zu tun wie Fahrradfahren und Inlineskaten...
Es handelt sich um ein lockeres (slack) Gurtband (line) und nicht um ein hartgespanntes Seil wie beim Seiltanz...
Da haben Kinder ihren Spaß, sind an der frischen Luft und versuchen auch mit Baumschutz die Bäume zu erhalten, aber die Ökotalibans sind schon wieder was dagegen - ich fass es nicht.
Wenn wirklich ein paar Bäume Schaden nehmen, dann pflanzt halt neue. Und das kann auch ruhig ein wenig Steuern kosten, für durchgeknallte Jugendliche ist uns auch nichts zu teuer, warum nicht auch mal Jugendliche fördern, die ganz normal Sport machen.
...dass sämtliche neue Aktivitäten junger Menschen erstmal problematisiert werden.
Es muss doch ein Haar in der Suppe zu finden sein!
Irgendwann ist das Sitzen auf dem Rasen auch bedenklich, fürchte ich.
Paging