Prozess in München Illustrierte entschädigt Fritz Wepper

  • Eine Illustrierte und der Schauspieler Fritz Wepper haben sich auf einen Vergleich geeinigt.
  • Das Blatt hatte zwei Geschichten über den Schauspieler gebracht, die mehr oder weniger frei erfunden waren.
  • Die Zeitschrift machte geltend, dass der Schauspieler selbst sein Privatleben ständig in die Öffentlichkeit trage.
Von Ekkehard Müller-Jentsch

Zuhause "ausgebüxt" und im Krankenhaus eine "Schock-Diagnose": Das bunte Leben des Schauspielers Fritz Wepper spiegelt sich oft in skurrilen Schlagzeilen von Klatschblättern wider. Doch manchmal soll all das mehr oder weniger frei erfunden sein. Das behauptet jedenfalls Wepper-Anwalt Norman Synek in einem Verfahren gegen das Ismaninger Blatt Die Aktuelle.

Mit Erfolg: Die Illustrierte zahlt nun freiwillig 4000 Euro plus rund 3200 Euro Abmahnkosten. Durch diesen Vergleich blieb beiden Seiten die mündliche Verhandlung am Mittwoch vor der Pressekammer am Landgericht München I erspart. Die Zeitschrift hatte etwa über eine Hallux-Operation bei Wepper geschrieben, dass dieser Schiefstand des Großzehs "bis hin zur Amputation" hätte führen können. Dazu wurde ein Bild von Wepper im Krankenbett gezeigt - das war allerdings eine Filmszene.

In einem anderen Fall war berichtet worden, dass Wepper sich angesichts seiner wütenden Ehefrau aus dem Staub gemacht habe. Synek: "Eine von Redakteuren geschriebene Doku-Soap." Das Blatt hatte sich darauf berufen, dass der Schauspieler selbst sein Privatleben ständig in die Öffentlichkeit trage.