Er soll Bedienungen beleidigt haben und sogar handgreiflich geworden sein: Wiesnwirt Sepp Krätz hat derzeit jede Menge Ärger. Jetzt mischt sich auch Oktoberfestchefin Weißhäupl ein.
"Verblüfft und erstaunt" zeigt sich Wiesn-Chefin Gabriele Weishäupl angesichts der Vorwürfe gegen den Wirt des Hippodrom, Sepp Krätz. Wie berichtet, werfen einige Bedienungen ihrem Chef vor, sie immer wieder beleidigt zu haben und auch handgreiflich geworden zu sein, von Tritten und Schlägen ist die Rede.
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Schwere Vorwürfe gegen Hippodrom-Chef Sepp Krätz. Er soll seinen Bedienungen gegenüber handgreiflich gewoden sein und sie beleidigt haben. (© Stephan Rumpf)
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Weishäupl sagte, Krätz habe ihr zugesagt, sich schriftlich zu äußern. "Diese Stellungnahme warten wir ab", so Weishäupl. Vorher wolle sie sich nicht zu den Vorwürfen äußern, "ich will keine Vorverurteilung machen". Bislang seien ihr "keine konkreten Beschwerden" von Hippodrom-Bedienungen bekannt. Von Krätz erwarte sie eine rasche Reaktion: "Er muss die Dinge erklären." Das sei man dem Ansehen des Oktoberfestes schuldig.
Wie berichtet, räumt Krätz, der zunächst alle Vorwürfe als "erfunden" zurückgewiesen hatte, inzwischen ein, Mitarbeiter mit deftigen Schimpfwörtern beleidigt zu haben. Von einer Ausnahme abgesehen sei er aber nie handgreiflich geworden. Einmal habe er einen Kellner auch am Ohr gezogen.
Weishäupl verweist auf die Zuständigkeit des Kreisverwaltungsreferats, das die Wirte-Konzessionen vergibt. Dort wiederum verweist man auf das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Oberbayern. Diese Behörde sieht angesichts der Vorwürfe aber keinen Handlungsbedarf: Wenn, dann sei dafür die Staatsanwaltschaft zuständig.
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(SZ vom 15.10.2010/mar/tob)
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Ich habe lange im Schottenhammel gekellnert, und regelmäßig wurde mir von Kollegen aus dem Hippodrom erzählt, dass Herr Krätz wieder einmal spontan einen Schankkellner oder eine Bedienung gefeuert hätte, ohne dass es einen Grund gäbe. Nach einigen Jahren hätte sich das etwas gebessert, weil Herr Krätz auf gewisse "Dinge" verzichtet hätte, deren Einnahme in seine Kreisen nicht unüblich ist.
Des weiteren habe ich Ihn einmal bei einer Besprechung als Bauherr eines Hauses in Starnberg persönlich erlebt. Er hatte einen cholerischen Anfall der Sonderklasse, weil der Architekt die Kosten des Projektes nicht wunschgemäß drücken konnte.
Mir fällt bei solchen Leuten immer nur das Wort Hybris ein. Das ist aber ein Problem, dass noch andere Wiesnwirte haben. Sie halten sich ob Ihres Status für gottgleich.
Es ist doch jedem klar, dass so ein aufgesetztes Grinsen nur den wahren Charakter überdecken soll.