Die Bewerbungsgesellschaft kann in Acapulco bei der Präsentation ihres Konzept für Olympia 2018 auf prominente Hilfe bauen: Die Kanzlerin wird sich zu Wort melden.
90 Sekunden haben Katarina Witt, Christian Ude, Thomas Bach und Bernhard Schwank, in denen sie sich am Donnerstagnachmittag kurz entspannen können. In diesen 90 Sekunden müssen nicht sie vor den IOC-Funktionären und den Vertretern der olympischen Komitees aus aller Welt für Münchens Bewerbung um die Winterspiele 2018 kämpfen. Sie dürfen auf die Hilfe von Bundeskanzlerin Angela Merkel zählen.
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Wenn Katarina Witt, Christian Ude, Thomas Bach und Bernhard Schwank die Münchner Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 präsentieren, können sie auf Unterstützung aus der Politik bauen: Bundeskanzlerin Angela Merkel wird ein Grußwort nach Acapulco schicken. (© ddp)
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Merkel fliegt für den Kurzauftritt zwar nicht extra nach Acapulco, wo München erstmals auf internationaler Ebene in den direkten Konkurrenzkampf mit Annecy und Pyeongchang tritt, aber sie grüßt per Videobotschaft. Es ist eine symbolische Botschaft, die Merkel nach Acapulco schickt. Sie erzählt nicht von Sportstätten oder Athletendörfern, sondern ihr geht es um eine Demonstration der politischen Unterstützung, die München von der Bundesregierung hat.
Dann aber liegt die Repräsentationslast wieder auf den Schultern des Werbe-Quartetts: Dem Eislauf-Star Kati Witt als Gesicht der Bewerbung, dem Münchner OB Christian Ude als Vertreter der Gastgeber, Thomas Bach vom Deutschen Olympischen Sportbund mit seinen engen Kontakten zum IOC und Bernhard Schwank, dem Chef der Bewerbungsgesellschaft.
Die Stimmung im Team sei sehr gut, heißt es wenige Stunden vor der Präsentation aus Acapulco. Bis das Quartett sein 20-Minuten-Programm bewältigt hat, ist es in München längst Nacht. Die Zeitungen in Mexiko-City sind aber schon vorab begeistert von Kati Witt und drucken Fotos der 44-Jährigen, die hier immer noch ein Star ist. Neben dem Medienrummel müssen die vier Werber auch mit den Entscheidern des IOC ins Gespräch kommen und zwischendurch Zeit für eine Generalprobe ihrer Präsentation finden.
Während auf dem internationalen Parkett in Acapulco die Sonne scheint, hat sich in München bereits neuer Unmut aufgestaut. Auf Antrag der CSU sollte die Bewerbungsgesellschaft dem Stadtrat ein Marketing- und Kommunikationskonzept vorstellen. Doch das Konzept lag den Politikern erst einen Tag vor der Sitzung vor - was nun als erneute Bestätigung verstanden wird, dass es genau an der Kommunikation hapert.
"Ich weiß, dass die Bewerbungsgesellschaft großen Zeitdruck hat", sagt die Grünen-Stadträtin Sabine Krieger. "Aber so geht es nicht." Die Debatte über das Konzept wurde deshalb vertagt - auch weil aus dem Papier immer noch nicht hervorgeht, wie die Bevölkerung für die Bewerbung gewonnen werden soll.
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(SZ vom 22.10.2010/isa)
Wiesn-Nachrichten
wollten das nicht... Warum Steuergelder für die Gewinne des IOC??? Das Geld kann man doch besser verwenden...
und dann Milliarden für Naturzerstörung in den bayerischen Alpen