Mord in Untergiesing 34-Jähriger soll Partnerin erschlagen haben

Unter einem Vorwand wird ein Notarzt in eine Wohnung nach Untergiesing gerufen, dort liegt eine schwer verletzte Frau. Nur einen Tag später stirbt sie im Krankenhaus. Jetzt wird ihr Lebensgefährte verdächtigt, sie erschlagen zu haben.

Von Bernd Kastner

Ein 34-jähriger Mann steht in Verdacht, seine vier Jahre ältere Lebensgefährtin erschlagen zu haben. Ein Ermittlungsrichter erließ am Donnerstag Haftbefehl gegen den Mann, dem Totschlag vorgeworfen wird. Die Frau starb am Mittwoch, einen Tag nach der Tat, an den Folgen ihrer schweren Verletzungen. Noch sind die Hintergründe der Tat weitgehend im Dunkeln.

Laut Polizei rief der Mann am Dienstag gegen 14 Uhr in der Rettungsleitstelle an, weil seine 38-jährige Freundin mit einer Tablettenvergiftung in ihrer Wohnung an der Grünwalder Straße in Untergiesing liege.

Als die Rettungskräfte eintrafen, war die Frau bereits bewusstlos. Sie wurde sofort in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Ärzte stellten neben einer Gehirnblutung diverse Hämatome am Körper der Frau fest. Daraufhin verständigte das Klinikpersonal die Polizei.

Weil schon zu diesem Zeitpunkt damit gerechnet wurde, dass die Frau an ihren Verletzungen stirbt, übernahm die Mordkommission den Fall. Als die Fahnder in der Wohnung der Frau eintrafen, war der Lebensgefährte nicht mehr anwesend. Er lebt in einer eigenen Wohnung in Germering.

Im Rahmen seiner Vernehmung räumte er ein, dass er seine Freundin geschlagen habe. Man sei aus nichtigem Grund in Streit geraten. Weitere Angaben zum mutmaßlichen Täter und seinem Opfer machte die Polizei nicht.