Landtags-Wahlkampf Seehofer will gegen Wohnungsmangel vorgehen

Er will gegen Wohnungsknappheit und die Explosion der Mietpreise kämpfen: CSU-Chef Seehofer plant offensichtlich den nächsten Schritt seiner Strategie, sämtliche Problemfelder der CSU bis zur Landtagswahl abzuräumen.

CSU-Chef Horst Seehofer plant offensichtlich den nächsten Schritt seiner Strategie, sämtliche Problemfelder der CSU bis zur Landtagswahl abzuräumen: Im CSU-Vorstand berichtete Seehofer nach Teilnehmerangaben am Montag, dass er sich im Februar "intensiv" mit dem Thema Wohnungsknappheit und Mieten in den Ballungsräumen beschäftigen wolle. Am Wochenende hatte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bereits eine zehnprozentige Erhöhung des Wohngelds gefordert.

In vielen bayerischen Städten erzielt die CSU seit vielen Jahren schlechtere Ergebnisse als auf dem Land. Vor Weihnachten hatte bereits SPD-Spitzenkandidat Christian Ude bekanntgegeben, dass er die Wohnungsknappheit zu einem wichtigen Thema im Wahlkampf machen wolle. In der vergangenen Woche hatte sich die CSU bei ihrer Klausur in Wildbad Kreuth erstmals für tarifliche Mindestlöhne ausgesprochen. Ude glaubt nicht, dass Seehofers Strategie Wirkung zeigen wird. Die Verkleidungsversuche der CSU würden nicht einmal in der Faschingszeit verfangen, sagte der Münchner Oberbürgermeister.