Unterföhring In Schönschrift verfasste Wünsche

Glühwein oder Kinderpunsch? Bei den Christkindlmärkten im Landkreis bekommt man beides.

(Foto: Robert Haas)

Das Christkindl-Postamt ist auch in Zeiten von Smartphone & Co. beliebt

Von Hannes Putfarken, Unterföhring

Jedes Jahr ist es die Attraktion für alle Kinder: das Christkindl-Postamt auf dem Christkindlmarkt in Unterföhring. Nirgends ist der Andrang so groß wie hier. Denn beim Christkindl-Postamt haben die Buben und Mädchen die Möglichkeit, ihre zahlreichen Wünsche auf Papier festzuhalten und an das Christkind zu verschicken. Auf dass es die ersehnten Geschenke bringen möge.

Vor dem Stand des Christkindl-Postamts stehen dafür zwei Tischchen mit Bänken und Stühlen parat, an denen sich die kleineren und größeren Kinder an die Arbeit machen können, um einen Brief an das Christkind zu schreiben. Betreut werden die Kinder dabei vom Elternbeirat der Mittagsbetreuung. "Dabei kommen zum Teil richtige Gemälde raus, die die Kinder da anfertigen", weiß Marktleiter Stefan Ganser zu berichten. Auch für Ganser ist das Christkindl-Postamt eines der Highlights auf dem Weihnachtsmarkt. Ihn begeistert vor allem die Akribie, mit der die Kinder ihre geheimen Wünsche auf Papier bringen, sei es Spielzeug oder andere Wünsche für das Weihnachtsfest. Die fertigen Wunschzettel werden dann im Christkindlpostamt von vielen freiiwilligen Helfern fein säuberlich sortiert. Und dann wird gewartet, bis das Christkind antwortet. Was es in jedem Fall bis zum 24. Dezember tut.

Doch auch Erwachsene können sich auf dem Unterföhringer Chistkindlmarkt etwas erhoffen, indem sie ein Wunschband kaufen und darauf ihren Wunsch schreiben. Die Bänder werden dann an den den großen geschmückten Tannenbaum vor dem Bürgerhaus gebunden.

Neben dem Christkindl-Postamt hat der Weihnachtsmarkt natürlich auch noch mehr zu bieten. Neben kulinarischen Spezialitäten werden auch dieses Jahr wieder allerlei selbstgebastelte Waren verkauft. So gibt es zum Beispiel am Stand des Fördervereins Kinder und Jugend Thüringer Bratwürste. "Rund 3000 Stück verkaufen wir so im Schnitt", sagt Marktleiter Ganser. Außer diesen Spezialitäten aus der Partnergemeinde Kamsdorf werden an den Ständen von verschiedenen Vereinen auch Delikatessen aus der italienischen Partnergemeinde Tarcento verkauft. Neben dem Christkindl-Postamt ist die "Musikhütte" für Stefan Ganser eine weitere Attraktion für die Besucher. Zum ersten Mal bieten verschiedene Gruppen aus Unterföhring den ganzen Tag über für Livemusik.

Stefan Ganser (Mitte), Chef des Unterföhringer Christkindlmarktes, hat zwei Wünsche fürs zweite Adventswochenende: trockenes Wetter und ein paar Flöckchen.

(Foto: Florian Peljak)

Der Markt in Unterföhring beginnt am Freitag, 8. Dezember, um 17 Uhr mit einem Konzert der Jugendkapelle. Am Samstag, 9. Dezember, ist der Markt von 14 bis 21 Uhr geöffnet und am Sonntag, 10. Dezember, von 11 bis 18 Uhr. Wie in den vergangenen Jahren kommt der Reinerlös des Christkindlmarktes gemeinnützigen und wohltätigen Zwecken in Unterföhring und Umgebung zugute, um unbürokratische Hilfe zu leisten. Damit der Christkindlmarkt ein Erfolg wird, wünscht sich Marktleiter Ganser vor allem zwei Dinge: "Trockenes Wetter und vielleicht ein paar Schneeflocken."