Schon bei der Halloween-Nacht 2008, als die Neuregelung zum ersten Mal galt, gab es viel Ärger. Die Behörden führten Kontrollen durch, beispielsweise in der Milchbar. Ein Mitarbeiter des KVR und zwei Zivilpolizisten waren zugegen. Und obwohl die Veranstaltung als geschlossene Gesellschaft deklariert war, wurde ein Bußgeld fällig. Die Musik sei zu laut gewesen und fünf Menschen hätten sich rhythmisch bewegt, hieß es.
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Auch die geschlossene Veranstaltung sei Auslegungssache, sagt man beim KVR. Geht der Wirt mit der Einlasskontrolle zu lax um, müsse er mit Konsequenzen rechnen. Das KVR und die Polizei werden deshalb am Samstagabend Kontrollen durchführen. Ab Mitternacht darf die Musik nur noch leise im Hintergrund dudeln. Tanzen ist verboten. Bei Verstößen drohen dem Wirt Bußgelder bis zu 10.000 Euro.
Viele Münchner Gastronomen helfen sich deshalb kurzerhand mit einer Verlegung der Halloween-Party auf Freitagabend aus der Patsche. In der Kultfabrik oder im M-Park ist schon ein Abend vor dem offiziellen Termin Gruseln angesagt. Andere Lokale kündigen zwar ein Halloween-Dinner am Samstag an, etwa die Grinsekatze oder das Lenbach. Laut gefeiert wird dort aber nur bis 24 Uhr, dann ist Schluss mit lustig.
Manche Klubs wiederum, wie das 8seasons oder das Pacha, organisieren eine geschlossene Gesellschaft, bei der nur Klubmitglieder oder Gäste mit persönlicher Einladung Zutritt haben. Was auch immer an Halloween abends in München los ist - ob mit oder ohne Verkleidung, ob als öffentliche oder geschlossene Gesellschaft - das KVR ist Wirten und Gästen dicht auf den Fersen.
Typisch Bayern, typisch München. Da träumt man in unserer Stadt seit kurzem davon, die neue heimliche Hauptstadt zu sein, und glaubt auch im Rest der Republik, eine neue Coolness der Münchner zu spüren - und dann so etwas. Statt offener und lockerer zu werden, macht man einen Rückschritt. Gute Nacht, München.
Die Kolumne "After Eight" erscheint jeden Donnerstag auf "München Extra", dem Stadtportal von sueddeutsche.de.
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(sueddeutsche.de/sonn)
Single Awareness Day
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Gott ist nicht Tot, sondern etwas anderes als wir uns jemals vorstellen können. Es geht darum dass Religionen mit Ihren sehr, sehr zweifelhaften Gründen das Lernen, das Wissen, das Besserwerden, seit tausenden von Jahren unterdrückt wurde und wird.
Mehr dazu unter grundgesetz.wordpress.com/philosophie/09100-religionen/religion-viel-streit-um-nichts/
Lieber metropolit,
leider kann ich nicht sagen von welchen verschwundenen Kommentaren Sie hier sprechen, denn wir haben zu diesem Artikel keine Kommentare gesperrt. Sie sind doch sicherlich mit unseren "weitere Kommentare" und "ältere Kommentare"-Funktionen vertraut.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Moderator
Liebe Redaktion,
bitte auch unliebsame Kommentare gelten lassen!
im Pott bin ich so gut wie nie, eher mal in Frankfurt oder Berlin. Aber das Bier ist in München unbestritten sehr gut :-)
Am besten im Frühling im Biergarten.
ich weiß nicht, ich bin von klein auf evangelisch. mir sind auch einige feiertage sehr wichtig, aber die bedeutung dieser Feiertage wird für mich nicht geschmälert, nur weil andere sie nicht mit mir teilen. Das mag daran liegen, dass im evangelischen Glauben es die persönliche Beziehung zu Gott ist, die bestimmt, wie wichtig etwas für einen ist oder auch nicht.
Da braucht es keine Rechtsverordnete Institution.
ich denke menschen, die den wert ihrer feiertage dadurch geschmälert sehen, dass nunmal die realität sie vor die tatsache stellt, dass nicht jeder ihren glauben teilt, sollten wirklich einmal in sich gehen und sehen wie es um ihren eigenen glauben tatsächlich bestellt ist.
ich werde am samstag nicht feiern gehen, einfach weil ich genug anderes zu tun habe. zb. für meinen abschluss in indologie zu lernen, um dann die dicke kohle zu machen. ja, ich bin ein unglaublicher kapitalist ;)
genauso wenig werde ich aber zum friedhof gehen weil hier in münchen nunmal kein angehöriger von mir liegt, noch werde ich wie der feiertag es eigentlich verlang den heiligen gedenken, die für mich keine bedeutung haben.
und ebenso ist es mir egal, was andere leute an dem tag machen. es wurde von lärmbelästigung und gewalt gesprochen. meinen diese Leute das wird besser, wenn die leute sichhalt statt im club daheim besaufen und dann sauer, dass sie nirgendwo feiern gehen können nach hause ziehen?
Paging