Bayerns Innenminister Herrmann gerät beim Streit um illegale Bandenwerbung unter Beschuss. Sogar der Koalitionspartner FDP kritisiert seine Intervention für den FC Bayern.
Innenminister Joachim Herrmann steht wegen seines Eingreifens in ein amtliches Verbotsverfahren zugunsten des FC Bayern München heftig unter Beschuss: Neben der Opposition im Landtag kritisiert auch der Koalitionspartner FDP den CSU-Minister. Er selbst verteidigt sein Vorgehen als "fair, korrekt und konsequent". Vorwürfe, das Innenministerium messe mit zweierlei Maß, "entbehren ganz offensichtlich jeder Grundlage". Wie berichtet, hatte Herrmann einen von der Regierung von Oberbayern erlassenen Bescheid gestoppt, der dem FC Bayern Stadionwerbung für den privaten Sportwettenanbieter Bwin untersagte.
Innenminister Joachim Herrmann ist unter Beschuss. (© Foto: ddp)
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Die Bayern wollen sich mit dem Verbot noch immer nicht abfinden. Ausgerechnet am Mittwoch, als die ministerielle Intervention durch die SZ publik wurde, empfing Herrmann nochmals Bayern-Manager Uli Hoeneß und Klub-Finanzvorstand Karl Hopfner - purer Zufall sei das gewesen, betont Herrmann. "Dieser Termin war seit längerer Zeit ausgemacht." Die Bayern-Manager hätten noch einmal nach einer einvernehmlichen Lösung suchen wollen - vergeblich. Der FCB werde deshalb das vom Verwaltungsgericht per Eilbeschluss bestätigte Verbot der Regierung zwar beachten "und vorläufig die Werbung unterlassen", wolle jedoch in einem Hauptsacheverfahren dagegen prozessieren.
Im Landtag sorgt die Intervention Herrmanns für Unmut - auch beim Koalitionspartner FDP: "Ein Geschmäckle" habe es, sagte Tobias Thalhammer, parlamentarischer Geschäftsführer der Liberalen, wenn der Minister in das standardmäßige Vorgehen einer Behörde eingreife. "Hermann muss restlos die Hintergründe aufklären", forderte Thalhammer. Das verlangt auch die Opposition.
Ein "grobes Foul" nennen die Grünen das Vorgehen Herrmanns. "Er agiert nach dem Motto: Gesetze gelten so lange, bis ich etwas anderes anordne." Günther Felbinger von den Freien Wählern nennt den Vorgang "sehr merkwürdig", und Harald Güller, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD, kündigte an, dass sich der Landtag nach der Sommerpause mit der ministeriellen Weisung beschäftigen werde: "Da wird mit zweierlei Maß gemessen", sagt er und spielt auf das Werbeverbot von Bwin beim TSV 1860 an. Die Löwen mussten 2006 ihren Vertrag mit ihrem Hauptsponsor kündigen.
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Studie von UN-Kinderhilfswerk
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Wie soll es je die FDP in Bayern zu was bringen, wenn die CSU schon die ganze Palette beherrscht ?
als ein falscher Fuffzger!
der chronisch knapp bei Kasse ist, nicht zuletzt, weil der sportliche Erfolg fehlt, etwas verboten wird, was dem anderen reichen Schicki-Micki-Club gestattet wird. (Auch das - zumindest zeitweise - Vollzugsverbot stellt ja insoweit ein Gestatten dar.)
Wäre das nicht für die '60-er ein Grund zur Schadenersatzklage gegen den Freistaat?
Wenn der FC Bayern nicht in der Lage ist innerhalb von sechs Tagen das Werbeverbot umzusetzen, soll er das nächste Mal bei mir anrufen. Bei uns kann das der Dorfdepp innerhalb weniger Stunden. Einfach mit Tücher zuhängen!
waren sie denn jemals weg?
Paging