Der Nockherberg ist eine PR-Veranstaltung. Lerchenbergs Barnabas wollte sich mit seinen umstrittenen Worten nicht in dieses Bild einfügen - und muss nun wohl abtreten.
Eines darf man nicht vergessen: Die Derbleck-Show auf dem Nockherberg ist eine große Werbeveranstaltung, die dank manchmaliger Lustigkeit Eingang gefunden hat in den Kanon Münchnerischen Lebens.
Nach den harten Worten des Mönchs herrscht jetzt Katzenjammer bei den Politikern. (© Foto: Robert Haas)
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Paulaner hat es geschafft, sich alljährlich einen zweistündigen gebührenfinanzierten Werbeclip im Bayerischen Fernsehen zu sichern - inklusive mehr oder weniger adäquater Berichterstattung in den relevanten Medien. Die TV-Quote betrug heuer bundesweit 8,8 Prozent, das sind 2,7 Millionen Zuschauern, in Bayern lag sie gar bei gut 38 Prozent - trotz Fußballs.
Ein Prosit den PR-Strategen von Paulaner, Prost auch der Schörghuber Unternehmensgruppe. Und: "Op uw gezondheid, Heineken!" Das alles sollte man nicht vergessen.
Möglicherweise haben Michael Lerchenberg und sein Ko-Autor Christian Springer diesen Aspekt zu sehr verdrängt bei der Ausarbeitung des Barnabas-Textes. Möglicherweise haben sie auch das Wort Predigt zu ernst genommen, von deren Ursprung es bei Markus über die Apostel heißt: "Und sie zogen aus und predigten, man solle Buße tun."
Weil aber die Polit-Prominenz auf dem Nockherberg sich lieber auf die Schenkel klopft anstatt Buße zu tun, herrscht jetzt Katzenjammer nach den harten Worten des Mönchs. Weil nicht ganz ins Paulaner-Image passt, was dieser sagte. Lerchenbergs Barnabas pflegte, statt nur den politischen Affen Zucker zu geben, die Analyse einer Zeit, in der ein Westerwelle gnadenlos auf den "Hartzern" der Republik herumtrampeln darf.
Er schockierte mit Schlagworten wie "Krieg" und "Solln" und "Stacheldraht - hatten wir schon mal". Würde eine PR-Agentur solch einen Claim dem Kunden Paulaner präsentieren, sie wäre ihren Job los. Das könnte nun Barnabas passieren. Es war seine Predigt also ein Missverständnis. Nicht mehr?
Im Video: Salvator-Probe 2010: Strauß selig spielt Bohlen, und alle finden's wunderbar. Nur Stoiber wundert sich.
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(SZ vom 05.03.2010/lim/sonn)
Großbrand in Altstadt von Coburg
Die neueste Antwort
Die heftigen Reaktionen auf die Predigt zeigen einmal mehr, wie weit weg die Politiker von den Leuten sind. Warum wohl sind deren "Beliebtheitswerte" im Keller. Staatlich beaufsichtigte Misswirtschaft mit katastrophalen Folgen für viele von uns, Klientelpolitik, Proporzdenken u.s.w - ja was erwarten denn die Damen und Herren von der sog. politischen Prominenz dann als Reaktion? In einer Fastenpredigt wird auf den Putz gehauen, da wird überzogen. Was da gestern gesagt wurde, passt doch in die Landschaft! Es ist symptomatisch, dass Dünnhäutigkeit eine Begleiterscheinung schlechter Politik ist. Ausgesprochen schade, nein, eine Schande ist es, dass die Paulanerbrauerei so schnell einknickt!
Die Heilige Deutsche Inquistion ist allgegenwärtig !!!
wo bleibt bei der Fastenpredigt die Missbrauchsfälle der katholischen Dekadenz, viele Predigten Jesus Christus wiesen daraufhin dass Unzulänglichkeiten sehr wohl angeprangert gehören,auf eine Predigt sollte ein mea culpa folgen , doch Hr. Westetwelle verhöhnt Menschen und lässt Taten nicht folgen, wenn schon mehr Netto dann sind die Arbeitgeber gefordert die entsprechenden Löhne zu bezahlen , doch die christlichen Parteiführer nehmen sich dieser Menschen auch nicht an,darum finde ich daß die Fastenpredigt des Hr.Lerchenberg die Richtigen getroffen hat, doch diese perfiden Selbstdarsteller waren über so viel Wahrheit so betroffen dass sie der Meinung sind das kann doch nicht die Wahrheit sein!!! die soziale Unruhe wird von diesen Politekern immer mehr gefördert ,siehe Holland, siehe Griechenland, die Lunte brennt......
lerchenberg nicht mehr am Nockherberg......schade, aber es gibt doch ein Double. Wie wärs mit Edmund Stoiber als neuem Fastenprediger
So ist das. Austeilen könnten wir ja, aber einstecken nichts. Na ja. Wenn man den substilen Hintergrund des Vergleiches nicht versteht... Nächstes Jahr soll er, der Herr Westerwelle halt die Predigt selber halten, dann wird´s ihm schon genehm sein. Über Frau Knoblochs Berufsbetroffenheit wollen wir mal schweigen.
Paging