EinblickeWie das Münchner Trinkwasser in die Stadt kommt

Etwa 300 000 Kubikmeter Wasser verbrauchen die Münchner an einem Tag. Bis es in Trinkqualität aus dem Hahn sprudelt, hat es einen langen Weg hinter sich.

Woher kommt das Münchner Wasser?

Mitte des 19. Jahrhunderts hatte München wegen der miesen Qualität seines Trinkwassers in ganz Europa einen schlechten Ruf, Cholera und Typhus waren weit verbreitet. Es war Max von Pettenkofer, Deutschlands erster Hygieniker, der den königlichen Stadtrat über die Zusammenhänge von Abwasser, Müll und Trinkwasser aufklärte. Man beschloss, eine zentrale Trinkwasserversorgung einzurichten. Die Wahl für die Wassergewinnung fiel auf das Mangfalltal. Ehe man jedoch die ersten Quellen erschloss, ließ man Joseph Sedlmayr Bier mit dem Wasser brauen. Denn beim Brauen wäre schnell aufgefallen, wenn mit dem Wasser etwas nicht stimmt. Aber das Bier schmeckte hervorragend. So wurden ab 1881 die Mühlthaler Hangquellen gefasst. Bereits zwei Jahre später floss Trinkwasser nach München.

Bild: Florian Peljak 12. Oktober 2017, 13:072017-10-12 13:07:58 © SZ vom 09.10.2017/vewo