Petershausen Fünf Rohrbrüche in sechs Tagen

Durch die Kälte platzten in Petershausen reihenweise Rohre. Jetzt denkt die Gemeinde über eine Notfall-Wasserversorgung nach.

Von Petra Schafflik

Gleich mehrmals mussten in der zweiten Februarwoche die Mitarbeiter der Wasserversorgung in Petershausen ausrücken. "Fünf Rohrbrüche in sechs Tagen, an so eine Woche kann ich mich nicht erinnern", sagt Bürgermeister Günter Fuchs (CSU). Zweimal waren die 30 Anwesen im Ortsteil Sollern betroffen, in einem Fall dauerte es 20 Stunden, bis die Wasserhähne wieder sprudelten. Dabei ist die Reparatur bei einem Rohrbruch nicht immer so aufwendig, aber die Suche nach der Schadstelle ist oft kompliziert. Gemeldet würden Wasserrohrbrüche nicht immer von Bürgern, erklärt der Bürgermeister. Vielmehr gebe der zuständige Wasserwart Alarm, wenn plötzlich ungewöhnlich hoher Verbrauch auftritt. "Dann heißt es, das Leck zu suchen," erklärt Fuchs.

"Fünf Rohrbrüche in sechs Tagen, an so eine Woche kann ich mich nicht erinnern", sagt Bürgermeister Günter Fuchs (CSU). Im Bild: Das Rathaus von Petershausen.

(Foto: DAH)

Auslöser für die Einsätze zum Monatsbeginn waren die extremen Temperaturen. Nach einer ruhigeren Periode erwartet der Bürgermeister in diesen Tagen eine weitere Einsatzspitze "wenn der Frost ganz aus dem Boden herausgeht". Die Bürger sind daher aufgerufen, Schadstellen möglichst schnell der Gemeinde zu melden. Gefährdet seien dabei ältere Leitungen und solche, die nach heutigen Anforderungen zu klein dimensioniert sind. Dies sei für die Gemeinde Petershausen auch der Anlass, jetzt einen "Fahrplan für die Verbesserung des Leitungsnetzes aufzustellen", sagt Bürgermeister Fuchs. Mit einer zusätzlichen Ringleitung von Asbach nach Kollbach soll die Wasserversorgung im Notfall alternativ durch eine zweite Leitung gesichert werden. Über dieses Konzept werden die Gemeinderäte im Werkausschuss auf ihrer Sitzung am Donnerstag beraten. Bürgermeister Fuchs erwartet, "dass wir die notwendigen Beschlüsse fassen".