Auszeit für die Landtagswahl Ude lässt sich zwei Monate beurlauben

Will zwei Monate unbezahlten Urlaub nehmen, um sich ganz dem Landtagswahlkampf zu widmen: Münchens Oberbürgermeister Christian Ude. (SPD).

(Foto: Toni Heigl)

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude lässt sich im kommenden Jahr zwei Monate beurlauben. In der Zeit wolle sich der 65-Jährige ganz dem Wahlkampf um den Posten des bayerischen Ministerpräsidenten widmen.

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) lässt sich 2013 zwei Monate beurlauben. Auf seiner Facebook-Seite schreibt Ude: "Dann kann ich mich (ab 15. Juli) ganztags der Landespolitik und dem Wahlkampf widmen - und nicht nur neben meinem 60-Wochen-Stunden-Job im Rathaus."

Ude wird zwischen dem 15. Juli und dem 15. September 2013 nicht als Oberbürgermeister zur Verfügung stehen - und in dieser Zeit auch auf sein Gehalt verzichten. In der Zwischenzeit regierten seine Stellvertreter, Christine Strobl (SPD) und Hep Monatzeder (Grüne), im Rathaus.

"Heute muss ich für jedes Interview zur Landespolitik in den Ratskeller gehen, weil ich mein Amtszimmer dafür nicht benutzen darf. Und für jede Autofahrt im Dienst der SPD muss mich ein Partei-Auto abholen", erklärt Ude seine Entscheidung - und lässt sich zudem zu einer spitzen Bemerkung über den politischen Gegner hinreißen: "Aber ob bei der CSU auch so streng zwischen öffentlichem Amt und Wahlkampf unterschieden wird? (...) Der CSU-Wahlkampf wird sich in dieser Zeit auf die gesamte Staatskanzlei, alle Ministerien samt Pressestellen sowie viele Behörden und Anstalten stützen können. So viel zur 'Waffengleichheit'."

Das Wahlziel der SPD bleibe weiterhin 25 Prozent. Nach den jüngsten Umfragen liegen die bayerischen Sozialdemokraten laut Ude derzeit bei 22 Prozent. Pünktlich zum Wiesn-Auftakt werde Ude wieder in sein Amt zurückkehren.