Fußballfans dürfen ihren Emotionen freien Lauf lassen: Die Bundesregierung erlässt eine Ausnahmeverordnung zum Lärmschutz in Biergärten und bei Public Viewings.
Während der Fußball-Weltmeisterschaft dürfen die Fans in Bayern bis tief in die Nacht hinein jubeln. Zur WM 2010, die vom 11. Juni bis 11. Juli in Südafrika ausgetragen wird, gilt in Sachen Lärmschutz auch im Freistaat eine Ausnahmeregelung der Bundesregierung. Wie schon bei der EM 2008 und der WM 2006, ist demnach in Biergärten und Gaststätten sowie bei öffentlichen Veranstaltungen wie den Public Viewings Lärm auch nach 22 Uhr erlaubt.
Fans dürfen ihren Emotionen freien Lauf lassen - bis Mitternacht. (© Foto: dpa)
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Normalerweise soll in den Biergärten spätestens um 22 Uhr Ruhe herrschen. Doch viele WM-Spiele in Südafrika beginnen erst um 20.30 Uhr, darunter auch zwei der insgesamt drei Vorrunden-Begegnungen des deutschen Teams. Und vom Achtelfinale an geht es bei manchen Partien in die Verlängerung. Damit die Fußball-Anhänger aber zur Not auch bis zum Elfmeterschießen jubeln dürfen, wurde die Lärmschutzverordnung gelockert.
Die Public Viewings müssen allerdings bei den Ordnungsämtern angemeldet werden, die Ausnahmegenehmigungen gelten bis spätestens 24 Uhr und umfassen auch den Verkehrslärm bei der An- und Abfahrt von Fans.
Die Verordnung schließt übrigens nicht private Fußball-Partys im Haus, Garten oder auf dem Balkon ein: Hier ist weiterhin das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme maßgebend. Lärminstrumente wie Rasseln, Trompeten oder Ratschen gehören also nicht auf die Terrasse, sondern ins Stadion. Sonst droht Ärger mit der Polizei.
(SZ vom 17.5.2010/seng))
Bundespräsident Gauck in Israel
Die neueste Antwort
Wenn der Blödwähler sich beim Fußball ausgetobt hat, dann ist er zu ausgepowert, um gegen die Regierung zu toben.
Primitiv aber wirkungsvoll- Merkel weiß, wie man die Massen befriedigt. Und das Volk? Ist primitiv genug, dass das auch funktioniert.
Und an die Wirtschaft(en) dachte man auch: privat und kostenlos schreien ist natürlich nicht erlaubt!
Deutschland einig Prololand!
Schon komisch das wir soetwas überhaupt brauchen, wenn ich mir das hier so anschaue...
Motzen und jammern ist doch gar nicht so laut
... für solch einen Blödsinn im Sinne von nationaler Feierstimmung und Konsumrausch gibt es sofort Sonderregelungen. Aber wenn ich zuhause Freudenhüpfer mache aus einem lapidaren Grund, weil nicht von nationalem Interesse, dann darf natürlich die Polizei kommen. vielleicht sollte ich alles zum Megaevent mit wirtschaftlichen Großverbrauch erklären, denn dann darf man natürlich.
Gesegnet sei die Dreiheiligkeit: Konsum, Verbrauch und Nation.
Hilfe! Ich will nicht unter lauter nationalen Konsumvernatikern sterben, holt mich bitte einer hier raus! (Falls irgendwelche Ausserirdische mitlesen: Beam me up, Scotty!)
... sobald Deutschland ausgeschieden ist.
Oléoléolé...!
So ist es recht: Die Emotionalisierung der Gesellschaft muss gefördert werden. Jubel, Trubel, Autokorso - kein rationales Abwägen, sondern Extase und Triumph sind gefragt.
Fraglich ist jedoch, was mit dieser Förderung der Erregungszustände der Bevölkerung eigentlich bezweckt werden soll. Sicherlich nicht das klare Nachdenken über die Prbleme der Zeit und ihre Lösungsmöglichkeiten.
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