"Musik als Waffe" ausgezeichnet International Emmy für deutsche Dokumentation

Die deutsche Fernsehproduktion "Musik als Waffe" von ZDF und Arte ist mit dem Fernsehpreis International Emmy prämiert worden. Der Film zeigt, wie Musik im Krieg eingesetzt werden kann, und setzte sich gegen Beiträge aus Japan, Brasilien und Großbritannien durch.

"Musik als Waffe"-Regisseur Tristan Chytroschek und Autorin Susanne Mertens freuen sich über den International Emmy.

(Foto: AFP)

Bei der diesjährigen Verleihung der Internationalen Emmys ist auch eine deutsche Fernsehproduktion ausgezeichnet worden. Die Dokumentation "Musik als Waffe", eine Koproduktion von ZDF und Arte, gewann in der Kategorie Künstlerische Sendung.

Der Film zeigt, wie Musik im Krieg eingesetzt werden kann, und setzte sich damit gegen drei andere Beiträge aus Japan, Brasilien und Großbritannien durch. Es ist der erste deutsche Emmy-Sieg seit 2009. Damals gewann das dreiteilige Doku-Drama "Die Wölfe".

Der ZDF-Beitrag "Wettlauf zum Südpol" ging in der Kategorie Dokumentation dagegen leer aus. Die SWR-Produktion "Die Sterntaler" hat im kommenden Februar noch Chancen auf einen International Emmy, wenn die Preise für Kinder-Fernsehen verliehen werden.

Die International Emmy Awards sind ein Ableger der US-Emmys, des wichtigsten Fernsehpreises der Welt. Auch die für nichtamerikanische Produktionen vergebenen Auszeichnungen sind sehr begehrt, haben aber nicht annähernd den Glanz der in Los Angeles vergebenen US-Preise.

Die 40. Verleihung der International Emmy Awards fand am Montagabend in New York statt. Nominiert waren in neun verschiedenen Kategorien 40 Produktionen aus 15 Ländern.