Auszeichnung SZ-Journalisten gewinnen Pulitzerpreis

Bastian Obermayer und Frederik Obermaier erhalten mit anderen die legendäre Auszeichnung in der Kategorie "erklärende Berichterstattung" für die Arbeit an den Panama Papers.

Bevor die Trophäen verliehen wurden, trafen sich Juroren, Preisträger und Gäste zum Lunch in der Low Memorial Library der Columbia University in New York - dann konnten auch zwei SZ-Journalisten einen Pulitzerpreis entgegennehmen.

Die legendäre Auszeichnung wird seit 1917 von einer Jury aus US-Journalisten, Verlegern und Wissenschaftlern vergeben und steht für eine große Tradition demokratischer Machtkontrolle durch herausragenden Journalismus. In der Kategorie "erklärende Berichterstattung" geht sie in diesem Jahr an die Panama-Papers-Teams des internationalen Rechercheverbands International Consortium of Investigative Journalists, des Medienkonzerns McClatchy und des Miami Herald, mit denen die Süddeutsche Zeitung Daten eines anonymen Whistleblowers teilte.

(Foto: Scilla Alecci)

Die SZ-Journalisten Bastian Obermayer und Frederik Obermaier (2. und 3. von rechts) sind - wie die WDR-Journalistin Petra Blum - Co-Autoren der prämierten Texte. Sie zählen damit zu den wenigen Deutschen, die sich Pulitzerpreisträger nennen dürfen.

Lee C. Bollinger, Präsident der Columbia University, lobte besonders die große journalistische Teamarbeit von 300 Reportern auf sechs Kontinenten. Ausruhen solle sich niemand auf seiner Auszeichnung, mahnte Eugene Robinson, der neue Vorsitzende des Pulitzerpreises: "Heute feiern wir den besten Journalismus - und dann gehen wir zurück an die Arbeit." Es gebe immer eine nächste Story, die erzählt werden müsse. Nicht wenige Anwesende dürften hier an Donald Trump gedacht haben. Die Affären des US-Präsidenten und deren Aufdeckung und Aufarbeitung durch Journalisten waren Gesprächsthema des Abends.