Schmachtwort von Lothar Matthäus Lothar, der Frauenmagnet

Der bayerische Kabarettist Günter Grünwald hat sich selbst einmal als "Deppenmagnet" bezeichnet. Stehe er zum Beispiel bei McDonald's in der Schlange, erklärte er auf der Bühne, könner er sicher sein, dass der Mensch vor ihm sich nach langem Studieren der Karte erkundige: "Sie ham ned zufällig a Knöcherlsulz?" So ähnlich ist es bei Lothar und den Frauen. Es gibt so viele verschiedene Frauentypen: Karrierefrauen, häusliche Frauen, Sportskanonen, Kumpeltypen, damenhafte, intellektuelle, dicke, dumme, witzige. Aber an ihm bleibt fast immer der gleiche Typus hängen: anschmiegsame Osteuropäerinnen mit einem Faible für Publicity, einem geringen Wortschatz und viel Dekolleté.

Dass deren Körbchengröße in Opposition zum IQ steht, ist übrigens ein folgenschwerer Trugschluss, dem Lothar jedes Mal aufs Neue erliegt. Und wenn er endlich kapiert hat, dass ihn das vermeintliche kleine Dummchen an seiner Seite wieder nur als Sprungbrett benutzt hat, ist er wieder um eine Erfahrung reicher. Nur schlauer ist er nicht.

Lothar, bereit für den nächsten Waschgang

Wie gut, dass Lothar nun die Anastasia hat. Und dass sie so anders ist. Wie hat sie das eigentlich gemacht, die Anastasia? Hat sie beteuert: "Ich will nur deinen Körper!"? Hat sie ihm versichert, es sei seine Souveränität, seine Lässigkeit, sein Niveau, dem sie erlegen ist? Schwärmt sie von seinen schauspielerischen Fähigkeiten, die er bei seinem "Verzeih-mir-Joanna"-Video unter Beweis stellte und dessen Selbsterniedrigungsfaktor sogar noch die Jackass-Filme in den Schatten stellt? Loddar jedenfalls ficht all dies nicht an - er schwört auf die Sprache der Bilder: "Man muss sich doch nur die Fotos anschauen, um zu wissen, was zwischen uns los ist", sagte er. Ja, in der Tat - das weiß man sofort. Auf einem Foto kann die Erde ja auch eine Scheibe sein.

Wer schützt diesen Mann eigentlich vor sich selbst? Wie viele Marijanas, Lolitas, Lilianas, Ariadnes, Joannas und Anastasias muss er eigentlich noch ausprobieren, damit er kapiert: Irgendwas läuft hier schief. Damit er endlich versteht: Diese Frauen tun ihm ungefähr so gut wie eine Waschmaschine einem Cashmere-Jäckchen. Wenn sie mit ihm fertig ist und es ausspuckt, bleibt nur noch ein verfilztes Knäuel übrig.

Doch der Lothar rappelt sich wieder auf, schüttelt sich kurz und macht sich bereit für den nächsten Waschgang. Wer weiß, vielleicht wird er uns noch alle überraschen, der Loddar. Irgendwann, in fünf, zehn oder hundert Jahren, bei der übernächsten oder überüberübernächsten Frau, muss es ja mal klappen. Dann wird er seine Videokamera auf sich richten und die Botschaft in die Welt hinaussenden: "Seht ihr, ich hab's ja gesagt: Diesmal ist es ganz anders."