Neue Runde im Ehekrieg des italienischen Ministerpräsidenten Berlusconi. Noch-Ehefrau Veronica redet erstmals über ihre Scheidungsgründe.
Besser hätte es für Maria Latella nicht laufen können. Sie hat ihre Biografie "Tendenza Veronica" aus dem Jahr 2004 überarbeitet und wird sie ab Mittwoch im Buchhandel erneut zum Verkauf anbieten. Dass die Neuauflage ein Beststeller wird, ist sicher - schon jetzt international heiß diskutiert.
Unerträgliche Ehe: Veronica und Silvio Berlusconi (Archivbild, Juni 2004). (© Foto: Reuters)
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Den Anfang macht die britische Times mit dem Zitat, Freunde der Berlusconis hätten dem Paar folgendes empfohlen: Veronica und Silvio Berlusconi sollten sich ordentlich scheiden lassen. Veronica sollte dann aber gleich zu ihrem Mann zurückkehren und ihm bei einem Aufenthalt in einer Klinik für Sex-Süchtige beistehen.
Maria Latella macht weder im Buchtitel noch in Fersehinterviews einen Hehl daraus, auf wessen Seite sie steht. Sie sei seit 18 Jahren mit Veronica befreundet, sagte sie dem italienischen TV-Sender Sky, ihre Erzählungen beschrieben die Auffassungen der Noch-Gattin des italienischen Ministerpräsidenten - nicht mehr und nicht weniger.
Was Frau Latella als gedruckte Stimme von Veronica Lario aufgeschrieben hat, ist für Berlusconi allerdings alles andere als harmlos. Erstmals nach ihrer öffentlichen Ankündigung, sich scheiden lassen zu wollen, spricht die vermeintlich gehörnte Ehefrau über die Gründe für diesen Schritt.
Nochmal zu den bisher bekannten Fakten: Als Ende April ans Licht kam, dass der wegen vieler Macho-Attitüden und -Ausfälle bereits einschlägig bekannte italienische Ministerpräsident zu einem Mädchengeburtstag der heute 18-jährigen Noemi Letizia fuhr, platzte der Gattin der Kragen. Am 5. Mai ließ sie über ihre Anwältin mitteilen, sie werde sich scheiden lassen.
Berlusconi sieht sich seitdem als Opfer einer Medien-Hetzjagd. Nachdem aber auch die Edel-Prostitutierte Patrizia D'Addaro von gemeinsamen Nächten spricht und Tonbandbeweise ins Feld führt, ist der Rosenkrieg zur Staatsaffäre geworden. Berlusconi müsse sich vor dem Parlament zu den Anschuldigungen äußern, fordert etwa der katholische Bischof Domenico Mogavero, Präsident der italienischen Bischofskommission für Rechtsfragen, in der Zeitung Repubblica.
Veronica Lario hat seit ihrem Zornesausbruch im Mai zu den Vorwürfen gegen ihren Mann eisern geschwiegen. Nun aber teilt sie aus. Neben der vergifteten Empfehlung, sich selbst zur Sex-Therapie einliefern zu lassen, fährt die Ehefrau laut "Tendenza Veronica" schweres Geschütz gegen ihren Mann auf. Silvio habe sie ständig belogen, empört sie sich gegenüber der Biografin.
Als er zur Geburtstagsparty bei Fräulein Letitzia aufbrach, habe er vorgegeben, auf einer wichtigen Sitzung zur Lösung der Müllprobleme in Neapel gebraucht zu werden, so Lario. Warum sie denn nicht mit ihrem Mann über den Vorfall geredet habe, fragt die Journalistin zurück. Antwort: "Ich konnte nicht, er würde mir doch nur wieder eine Lüge erzählen, ich habe das diesmal nicht mehr ertragen." Außerdem habe sie erkannt, dass sie ihn nicht mehr davon abhalten könne, "sich vor den Augen der Welt lächerlich zu machen".
Der Rosenkrieg im Hause Berlusconi wird vermutlich als Fernduell weitergehen. Italienischen Medienberichten zufolge haben die beiden Eheleute seit Ende April kein einziges Wort mehr miteinander gewechselt.
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(sueddeutsche.de/bre)
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Ich empfehe die Dokumentation: "DIKTATUR DES LÄCHELNS - ITALIEN UNTER SILVIO BERLUSCONI I" (youtube)
Meiner Meinung nach wird das System Berlusconi sehr differenziert und detailiert beschrieben;
da diese deutsche Produktuion wohl niemals im italienischen TV zu sehen sein wird, habe ich mir die Arbeit gemacht sie mit italienischen Untertitel zu versehen;
ich denke in Deutschland hat man wenig Information darüber wie "gleichgeschaltet" die Medien in Italien sind;
mittlerweile sind nur die Italiener gut informiert, die andere ausländische Medien verfolgen (Tageszeitungen, internet, ausländische TV Kanäle);
eines wird in der Doku deutlich: die derzeitige politische Kultur Italiens....
kennst Du das Land wo die Zitronen blühn?....nein Du kennst es nicht; gute Unterhaltung bei der Dokumentation;
http://www.youtube.com/watch?v=cnPadjmK3uo ; YOUTUBE: (DIKTATUR DES LÄCHELNS ITALIANO)
oder ARD mediathek,
"Neben der vergifteten Empfehlung, sich selbst zur Sex-Therapie einliefern zu lassen, fährt die Ehefrau laut "Tendenza Veronica" schweres Geschütz gegen ihren Mann auf."
Ja natürlich, die Frau musste ja nun wirklich viel ertragen und die Unschuldsvermutung hat, so denke ich mal, stets den Zweifel zugedeckt. Dass diesem Mann von der gekränkten Ehefrau dann eine Sex-Therapie empfohlen wird, hat wahrscheinlich nicht mit einer VIAGRA Gabe zu tun, sondern mit dem Tatbestand einer pathologisch ausgeformten hormonellen Tyrannei ... ich möchte mal wissen, wieviele der moralinsauren Standardentsetzten sich das auch wünschen ... wenigtens manchmal LOLOL ...
Kuni
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Mein "Kind im Wähler" fragt sich gerade, wer wohl die Botoxbehandlungen für Frau Berluskonie bezahlt haben mag. Hoffentlich nicht der italienische Bürger. Denn sonst haben auch die ihre "Dienstwagenaffäre", unter der prima alles andere an Grausligem versickern kann.
Wie man das handwerklich bewerkstelligt, erklärt Ihnen gerne Ihre BILD.
Mit freundlichen Grüßen Ihre Friede Springer, Ihre Angela Merkel
Meine Gedanken zu 2 Argumenten, die aus einem Vergleich Berlusconis mit einem Normalbürger entstehen - ein Vergleich der keine Grundlage hat:
1. "Neid":
Der Neidgedanke wäre hier ohnehin vollkommen unangebracht. Belrusconi verdankt seine Affären vornehmlich seiner Machtstellung und seiner finanziellen Anziehungskraft. Das ist eine zum "Normalbürger" wohl kaum vergleichbare Ausgangslage, und, ehrlich gesagt, unsereins möchte ganz sicher auch nicht ob dieser Attribute anziehend wirken.
2. "Berlusconi´s Sexleben ist seine Privatsache":
Wäre es, würde er kein öffentliches Amt bekleiden. Derzeit ist Europa umzingelt von Politikern, die nicht mehr bereit sind, ihr Privatleben zugunsten ihres Amtes in erforderlichem Maße zurück zu stecken.
Zweitens zeugen Verhaltensweisen vom Charakter - und der Charakter ist eine wichtige, ja die Wichtigste Sache beim Bekleiden eines hohen Amtes, das entspr. Verantwortungsbewusstsein, Selbstbeherrschung und Integrität mitbringen sollte.
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