Dass sich selbst sehr schlanke Frauen zu dick finden, könnte an Veränderungen im Gehirn liegen, die die Selbstwahrnehmung beeinflussen.
Frauen mit Magersucht weisen charakteristische Veränderungen im Gehirn auf. In einer Studie entdeckten Forscher der Universität Bochum eine deutlich reduzierte Dichte grauer Zellen in zwei Hirnregionen, die mit der Verarbeitung von Körperbildern zu tun haben. Dies könnte die gestörte Wahrnehmung des eigenen Körpers bei Frauen mit der Essstörung erklären, die sich selbst bei Untergewicht für zu dick halten.
Traurige Kampagne: Zum Gerippe abgemagertes Model. (© Foto: dpa)
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Die Forscher untersuchten insgesamt 30 magersüchtige und gesunde Frauen ähnlichen Alters. Die Probandinnen sollten zunächst am Computer ihre Figur einer von mehreren unterschiedlich schlanken Silhouette zuordnen. Dann folgte eine Einschätzung durch mehrere weibliche Testpersonen.
Die Ergebnisse belegen die gestörte Selbstwahrnehmung der Magersüchtigen: Während sich gesunde Kontrollpersonen tendenziell eher zu schlank einschätzten, ordneten sich die Patientinnen korpulentere Silhouetten zu.
Bilder im Kernspintomografen zeigten dann, dass die graue Substanz in zwei Regionen deutlich verringert war. Eine davon ist vorrangig für die visuelle Verarbeitung von menschlichen Körpern zuständig ist.
Auch das andere Areal im oberen, hinteren Teil des Schläfenlappens ist nach Angaben der Universität an der Verarbeitung von Körperbildern beteiligt. "Die Ergebnisse, die wir in dieser Studie zum ersten Mal gesehen habn, könnten eine Erklärung für das gestörte Körperbild von Anorexie-Patienten sein", sagt Studienleiter Boris Suchan.
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(sueddeutsche.de/AP/bilu)
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scordalo: Aha! Sexismus!...Es sind Frauen und Schwule, die hier das Diktat geben, nicht der Heti von der Straße. Die finden das nämlich fast alle selber ekelhaft. Aber Hauptsache, mal wieder "Sexismus!" gebrüllt...
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.. nee klar doch ..das erklärt natürlich auch , warum magere models, zu denen ja auch lange zeit kate moss gehörte , ( inzwischen ist sie ja nicht mehr soo dünn ) so heiß von der männerwelt umschwärmt werden.. ...
und das obwohl , ihrer meinung nach, alle männer dünne so furchtbar "ekelhaft" finden..
das trifft im übrigen auch auf weibl. schauspielerinnnen und popstars zu... da gibt' s nämlich auch so einige, denen man magersucht nachsagt... und die sich über einen fehlenden männl. fanclub ganz bestimmt nicht zu beklagen haben....
Könnte es nicht auch umgekehrt sein: Das Gehirn bildet nur ab, was man sich jahre- und jahrzehntelang selber ein-bild-et und was einem eingeredet wird?
Überzeugungen und Gewohnheiten, die man lang genug hat, müssen sich ja irgendwann auch in den Gehirnzellen und -verknüpfungen zeigen.
Ist das ausgeschlossen?
@Grantlerhesse
Nun, die 'Vorschriften' für Frauen sind wesentlich genauer als die für Männer. Für Männer gibt es zB keine 90-60-90 'Regel'. Ich stimme Ihnen aber insofern zu, als dass der Druck auf Männer steigt und das sich seit einiger Zeit herausbildende Ideal genauso unrealistisch ist wie das für Frauen.
abeillle:
Dieses Schönheitsideal wird von Frauen genauso proklamiert wie von Männern. Die Chefredakteure der deutschen, französischen, amerikanischen Vogue, Elle, usw. - alles Frauen.
Wenn Sie an Marktforschungen teilnehmen, sitzen da immer auch Frauen, die sagen, sie hätten genug Realität im Spiegel, in der Werbung wollten sie size 0 Models sehen und "träumen". Diese Untersuchungen haben wesentlichen Anteil daran, wie Werbung gestaltet wird. Es geht hier also um ein gesamtgesellschaftliches Problem.
@abeille
Das Magemodell ist ein Ideal rein innerhalb der Modebranche. Es tritt auf auf Laufstegen und in Modemagazinen. Wo bitte schöne sind da Männer im Spiel? Es sind Frauen und Schwule, die hier das Diktat geben, nicht der Heti von der Straße. Die finden das nämlich fast alle selber ekelhaft. Aber Hauptsache, mal wieder "Sexismus!" gebrüllt...
"Nicht unzufälligerweise werden gegenüber Männern keine derart strikten körperlichen "Idealvorgaben" gemacht."
Ach nein? Wie stehts denn mit dem Waschbrettbauch? Es ist generell ein Problem derzeit, dass es angebliche "Idealfiguren" gibt. Da wird der BMI gemessen, man muss muskulös und auch im Winter "schön" braun sein, Waschbrettbauch haben etc. Das trifft mittlerweile auch Männer.
Ich halte es nicht unbedingt für eine Form von Sexismus, sondern eine geschickte Werbestrategie, um immer neue Formen von Diäten, Kuren, Operationen, Lebensmitteln, Wässerchen, Cremchen und Säften zu verkaufen, die schlank und schön machen.
Paging