Glücksatlas 2015 Wo Deutschland am glücklichsten ist

Dieser Marienkäfer sitzt auf einem Treppengeländer in der achtglücklichsten Region Deutschlands, nämlich in Nordrhein/Düsseldorf.

(Foto: dpa)

Der Norden bleibt am zufriedensten - doch der Süden holt auf.

Was ist Glück? Eine Frage, die sich schwierig beantworten lässt. Die Deutsche Post versucht es mit Daten aus dem Sozio-ökonomischen Panel (SOEP) sowie einer Umfrage des Allensbach-Instituts, aus denen sich jedes Jahr der Glücksatlas ergibt. Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Deutschland ist etwas glücklicher als im Jahr 2014. Der Wert ist von 7,00 auf 7,02 Punkte gestiegen.
  • Die Lücke zwischen Ost und West ist mit 0,15 Punkten so gering wie noch nie seit der Wiedervereinigung.
  • Schleswig-Holstein behauptet sich nicht nur an der Spitze der 19 untersuchten Regionen - sondern baut sein Glück sogar noch auf 7,36 Punkte aus. Zum dritten Mal in Folge haben sich die Menschen in Deutschlands nördlichstem Bundesland Platz eins auf der Glücksskala gesichert.
  • Mecklenburg-Vorpommern löst Brandenburg am unglücklichen Ende der Tabelle ab.
  • Der Süden holt auf: Franken und Württemberger hatten anscheinend ein gutes Jahr, Baden ein noch besseres - dort wohnen die zweitglücklichsten Menschen der Republik.
  • Hamburg dagegen macht den umgekehrten Schritt und fällt von zwei auf vier.

Arbeit und Digitalisierung

Neben dem allgemeinen Glück wurden diesmal auch Daten zur Arbeitszufriedenheit gesammelt.

Am wichtigsten sind für die Befragten demnach berufliche Erfüllung und Anerkennung der Leistung. Gerade jüngere Arbeitnehmer wünschen sich von ihrem Job, dass sie ihre eigenen Ideen umsetzen können. Hier besteht, um es positiv auszudrücken, noch Potenzial. Denn in der Realität, heißt es im Glücksatlas, bekommen Arbeitnehmer zu dieser Ideenverwirklichung zu selten die Chance.

Den Einfluss der Digitalisierung auf ihre Arbeit sehen die meisten Deutschen positiv. Ein Aspekt, der mit der Digitalisierung einhergeht, nervt die Menschen aber gewaltig: die ständige Erreichbarkeit.

Wenig überraschend ist eine weitere Erkenntnis: Eine vernünftige Work-Life-Balance ist für viele nicht zu schaffen. Karriere und Familie gleichzeitig hinzubekommen, erscheint gerade jüngeren Menschen als nicht zu meisternde Mammutaufgabe.

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Auf welchen Daten die Studie beruht

Das Sozio-oekonomische Panel ist eine Langzeitstudie, mit der seit 1984 die Lebenszufriedenheit in Deutschland erforscht wird. In ihrem Rahmen werden jährlich immer dieselben, mehr als 20 000 zufällig ausgewählten Menschen in Deutschland zu bestimmten Themen befragt.

In der Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach wurden von Februar bis Mai 2015 insgesamt 5807 Menschen gefragt.

Linktipp: Noch mehr Informationen finden Sie auf der auf der Internetseite zum Glücksatlas.