Nur knapp 40 Prozent der Bundesbürger frühstücken täglich. Zu wenige: Denn wer darauf verzichtet, hat ein drei Mal so hohes Risiko, übergewichtig zu werden.
Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Klar, das trichtern den Deutschen ihre Mütter und außerdem einige Wissenschaftler schon seit Jahrzehnten ein. Ohne Erfolg: Nur die wenigsten nehmen sich täglich Zeit für ein wirklich gesundes und ausgewogenes Frühstück. Bei vielen Menschen besteht die erste Mahlzeit des Tages bestenfalls aus einer schnellen Tasse Kaffee.
Frühstücken ist gesund - allerdings kommt es nicht nur drauf an, dass man etwas isst, sondern auch was. Toast mit Nuss-Nugat-Creme gehört leider nicht zu den empfohlenen Lebensmitteln. (© iStockphoto)
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Doch wer mit leerem Magen in den Tag startet, der schadet seinem Körper und der eigenen Gesundheit. Vor allem für Menschen die abnehmen wollen, ist das tägliche Frühstück also ein absolutes Muss. Wer nicht frühstückt, hat ein mindestens drei Mal so hohes Risiko, übergewichtig zu werden. Die amerikanische National Weight Control Registry spricht teilweise sogar von einem 4,5-fach erhöhten Risiko.
Die Erklärung dafür findet sich vor allem im Stoffwechsel. Ohne Frühstück sind die Energiereserven des Körpers rasch aufgebraucht, und schon vor dem Mittagsessen macht sich das erste Hungergefühl breit. Oftmals wird dann zu Süßigkeiten gegriffen - oder die Mittagsportion fällt übergroß aus.
Wer morgens mit leerem Magen das Haus verlässt, verlangsamt die Verbrennungsfunktion des Körpers und erschwert die Reduzierung von Fettdepots. Werden dem Körper dann plötzlich viele Kalorien zugeführt, werden diese für die nächste Durststrecke gespeichert. Die Folgen sind Übergewicht und der ungeliebte Jo-Jo-Effekt.
Wer auf ein tägliches Frühstück verzichtet, nimmt aber nicht nur Übergewicht in Kauf, sondern enthält dem Körper auch wichtige Vitamine und Mineralstoffe vor. Nur ein wirklich gesundes Frühstück liefert genug Kohlenhydrate und macht Körper und Geist fit für Höchstleistungen im Beruf und beim Studium. Die in Kohlenhydraten enthaltene Glukose macht zudem länger satt und wirkt Erschöpfungszuständen entgegen.
Idealerweise besteht ein Frühstück aus Müsli oder Vollkornbrot mit Obst und Joghurt oder Milch. Diese Kombination enthält alles, was der Körper am Morgen braucht: Vitamine, Eiweiß, Ballaststoffe und Kohlenhydrate. Auf ballaststoffarme Nahrungsmittel wie Cornflakes oder Weizenmehlbrötchen sollte hingegen verzichtet werden. Außerdem ist es wichtig, genügend zu trinken. Ob Wasser, Tee oder Kaffee, ist dabei ganz egal. Nur süße Säfte sind tabu.
Auch für Kinder und Jugendliche bedeutet ein vollwertiges Frühstück einen guten Start in den Tag. Die Gehirne von Mädchen und Jungen müssen im Schulalltag besonders hohe Leistungen erbringen. Das funktioniert nur mit einem ausgewogenen Frühstück, das die nötige Energie für den Tag liefert. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass ein kohlehydratreiches Frühstück den Prozess der Wiedergewinnung und des Bildens von Erinnerungen und das Koordinieren von komplexen Informationen fördert.
Frühstück macht demnach nicht nur dünn, sondern auch schlau. Es spricht also durchaus einiges für das Marmeladenbrot am Morgen.
Sebastian Weber ist Ernährungscoach, Journalist und Chefredakteur des Ernährungsportals Yazio.de.
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(sueddeutsche.de/pfau/bgr)
McAllister kentert mit Drachenboot
"Sebastian Weber ist Ernährungscoach, Journalist und Chefredakteur des Ernährungsportals Yazio.de."
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Sebastian Weber essen sie nicht so viele Coache, Journalisten und Chefredakteure. Das könnte dick machen.
...zu einem minderwertigen Artikel!
Als kleine Randbemerkung noch: mein 2jähriger Sohn weigert sich inzwischen auch schon, morgens nach dem Aufstehen zu frühstücken. Der ißt dann lieber 2 Stunden später gegen halb zehn im Kinderladen... Und daß obwohl ich mich monatelang überwunden hab', morgens mit ihm zu frühstücken (hat mir außer Frust noch 1kg plus eingebracht). Nee, nee, nee, unser Körper sagt uns schon, was er braucht.
Das gilt für Essenszeiten genauso wie für Salz, Zucker, Fett, Fleisch, Gemüse, etc.
Endlich ist wissenschaftlich begründet, warum viele der im wesentlich kaum oder mit den "falschen" Lebensmitteln frühstückenden Franzosen so fett, vergesslich und generell kognitiv herausgefordert sind.
Wieder so ein gequirlter Quark aus der Abteilung "Ernährungswissenenschaft". Ob ich den Tag noch erlebe, dass Studien wie diese (bzw. deren unzulässige Verallgemeinerungen und Schlußfolgerungen) im Wissenschaftsressort mal kritisch = sachgerecht kommentiert werden?
Zwar habe ich keine objektiven Statistiken zur Hand über den Anteil von Übergewichtigen Menschen in Deutschland im Vergleich zu beispielsweise Frankreich oder Italien.
Aber wie kommt es dann, dass dort im Alltag nicht mehr Übergewichtige (und sicherlich auch nicht mehr Dümmere) zu sehen sind als in Deutschland, obwohl Erwachsene dort in der Regel nicht frühstücken?
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