In die Bielefeld-Verschwörung ist Gerhard Schröder verwickelt und natürlich auch der DFB: Eine Einführung in eine ganz große Theorie, die nun verfilmt wurde.
Bahnhof, Fußballstadion, Sparrenburg - alles Kulisse. Denn Bielefeld gibt es gar nicht. SIE haben die Existenz des ostwestfälischen Ortes erfunden, SIE haben die ganze Welt getäuscht: Seit 15 Jahren kursiert die Geschichte über die angebliche Nicht-Existenz von Bielefeld im Internet. Inzwischen wurde sogar ein Film darüber gedreht, der im Frühjahr 2010 vorgestellt werden soll.
Alles nur erfunden? Seit 15 Jahren kursiert die Geschichte über die angeblich nicht existierende Stadt Bielefeld im Internet. (© Foto: dpa)
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Die Stadt nimmt den Ulk gelassen, schließlich ist es ja "kostenlose Werbung", wie Hans-Rudolf Holtkamp von der Bielefeld Marketing GmbH sagt.
Die unberechenbaren Folgen einer Studentenparty
Zu den Dreharbeiten für den Film kam im Sommer erstmals auch der Mann nach Bielefeld, der für die Verschwörungstheorie verantwortlich ist: Der Kieler Achim Held veröffentlichte den Jux 1994 im Internet. Die Idee, so erzählt er der Nachrichtenagentur DAPD, entstand ursprünglich bereits 1993 auf einer Party in einem Kieler Studentenwohnheim. Ein Gast habe erzählt, er komme aus Bielefeld, ein anderer habe gescherzt: "Bielefeld, das gibt's doch gar nicht", und die Geschichte habe immer weitere Kreise gezogen.
Schließlich habe er sie im Mai 1994 ins Internet gestellt - zu einer Zeit, als alle möglichen Internet-Verschwörungstheorien im Netz kursierten, sagt Held. Dass sie so erfolgreich werde, damit habe er nicht gerechnet.
Inzwischen gibt es eine Website über die "Bielefeld-Verschwörung" - und die Möglichkeit, Kontakt zu Held aufzunehmen. Viele Reaktionen seien eher plump, manche empört, berichtet der Kieler. Es habe ihn überrascht, dass einige die Satire nicht erkannt hätten. Andere hätten die Geschichte mit neuen Ideen ausgeschmückt, die er auch gerne aufgenommen habe.
Viele Beweise
So ist inzwischen Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder, der am Westfalenkolleg in Bielefeld sein Abitur gemacht haben will, Teil der Verschwörung geworden. "Auch der DFB", so heißt es auf der Website weiter, "ist in diesen gewaltigen Skandal verwickelt", spiele in der zweiten Liga doch ein Verein, den SIE Arminia Bielefeld getauft haben....
"Den Gästefans wird vorgetäuscht, mit ihren Bussen nach Bielefeld zu kommen, wo sie von IHNEN abgefangen werden, um direkt ins Stadion geleitet zu werden." Und es gebe noch mehr Beweise, etwa "das gefälschte und verpanschte Bier und nicht zuletzt die Tatsache, dass dieser Verein nur einen Sponsor hat. SIE, getarnt als Modefirma Gerry Weber."
Die Anhänger der Verschwörungstheorie sprechen im Netz von B**l*f*ld. Die Fläche, auf der Bielefeld (angeblich) liegt, ist den Verschwörungstheoretikern zufolge wahlweise ein riesiger Landeplatz für Außerirdische, ein CIA-Stützpunkt, auf dem John F. Kennedy gefangen gehalten wird, ein Mossad-Forsuchungslabor oder ähnliches.
Davon wird auch der Film handeln, der in Griechenland - und natürlich Bielefeld - gedreht wurde. "Die Bielefeld Verschwörung - Der Film" ist ein Projekt des Instituts für Erziehungswissenschaft der Universität. Held spielt darin eine Nebenrolle: Jemanden, der an der Verschwörung zweifelt.
Unterstützt wird das Projekt von der Bielefeld Marketing GmbH. Jeder, der sich mit der Verschwörungstheorie beschäftige, setze sich auch mit Bielefeld auseinander und dem, was die Stadt zu bieten habe, erklärt Holtkamp.
Held jedenfalls hat sein Aufenthalt in der angeblich nicht existierenden Stadt gut gefallen: Er habe dort "zwei sehr nette Tage" verbracht, sagt er.
Wer's glaubt.
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(Susanne Gabriel, DAPD/pfau/bre)
Wettmanipulation im Fußball
.. ist mir neu. Ich dachte immer Bielefeld wäre die langweiligste Stadt der ehemaligen DDR. Oder war das Hannover?
Ashtar Sheran geht immer subtiler vor. Man sollte vorstehenden Artikel warnender gestalten - immerhin geht es um BieleFAKE!
Kassel ist Bielefeld. Gibts auch nicht.
Hat nur noch keiner gemerkt :-))
Man beachte, wie subtil SIE inzwischen vorgehen. So heißt es gleich nach dem ersten Absatz: "Die Stadt nimmt den Ulk gelassen, schließlich ist es ja "kostenlose Werbung", wie Hans-Rudolf Holtkamp von der Bielefeld Marketing GmbH sagt." Es wird einfach vorausgesetzt, was doch erst zu beweisen wäre - daß es diese Stadt doch gibt. Ich habe übrigens auch eine zeitlang geglaubt, schonmal dort gewesen zu sein ! Aber fragt mich nicht nach Details - SIE sind einfach zu mächtig !
... dann ganz gewiß in Bielefeld. Und hier sind die historischen Indizien dafür, daß Bielefeld nur ein Phantasma böswilliger Mächte ist. Welch trügerisches Weichbild (niederdeutsch: wicbelede) haben SIE dort geschaffen, auf dem "Felde des Bila"? War dieser "Beil", wilder Spät-Cherusker, gar einer von IHNEN? Aus (semi-)professioneller Perspektive läßt sich IHRE "bildende" Wirkmacht nachzeichnen. Wir kennen ja IHRE Namen - aus einer verräterischen Urkunde für die Nonnen von Marienfeld 1214:
Stadtherr Graf Hermann von Ravensberg - kaum ist das Jahr des Edgar Allan Poe vergangen, wissen wir, was "The Raven" zum Buchgelehrten krächzte: Nevermore.
Dinggraf Hermann unter der Gerichtslinde - das Berufsmotto raunt Urenkel Udo Lindenberg: "Ich mach mein Ding - egal, was die anderen labern".
Stadtrichter Ratbert - dessen Nachfahren Rat-Bertelsmänner sind ausgewandert ins ebenso irreale Gütersloh.
Magister Hermann Diabolus - ältester Schulmeister war der Teufel persönlich, Pate der Master-Studiengänge im Beton-Ufo auf der Wiese des Bauern Voltmann.
In einer "Unstadt" mit dem wappen 3 lockerer Dachsparren, unter der Sparrenburg, wo im Skat-Museum der Teufel zum Kartenspiel lockte, wo Ortsteile Uerentrup und Gellershagen nach einem TV-Gaukler heißen, wo der Ort für junge Leute die "Alte Spinnerei" ist - dort kommen noch heute unheimliche Gesellen her, diabolische Meister medialer Verführung: Nowottny (WDR), Steinfeld (SZ), Diekmann (BILD) - und Magnifico il Cornuto, bä!
SIE alle kann es nicht geben, auch nicht das Rundleder terrorisierende His-Balla-Balla-Arminia. Nennt sie sich doch nach IHM: HERMANN(!), dem Cherusker, dem klassischen Spitzenahn treudeutscher Trugbilder.
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