Amélie Nothomb im Interview "Oft frage ich mich, ob ich überhaupt existiere"

Amélie Northomb entstammt einer belgischen Aristokratenfamilie.

(Foto: Joel Saget/AFP/Getty Images)

Die Schriftstellerin Amélie Nothomb über Hunger nach etwas, von dem man nicht genug bekommen kann und den Moment, als sich ihr Körper und ihr Geist teilten.

Interview von Julia Rothhaas

In ihrem Verlag im Pariser Stadtteil Montparnasse hat Amélie Nothomb, 51, ein winziges Büro, vollgestopft mit hüfthohen Papierstapeln. Hier beantwortet sie jeden Tag Leserbriefe. Von Hand, einen Computer hat sie nicht. Sie hat viel zu tun, die Belgierin ist in Frankreich ein Star. Deshalb ist sie auf vielen ihrer schmalen, unterhaltsamen Bücher selbst zu sehen: immer in Schwarz, auffälliger Hut, knallrote Lippen. Nur im Büro geht es auch mal ohne.

SZ: Madame Nothomb, Sie stammen aus einer aristokratischen Familie ...