Er war der jüngste Parsifal am Grünen Hügel, das Phantom der Oper in Hamburg und noch dazu Rockmusiker: Heldentenor Peter Hofmann starb im Alter von 66 Jahren - nach Aussage seines Bruders nicht an seiner Parkinson-Erkrankung.
Der ehemalige Opernsänger Peter Hofmann ist tot. Der Heldentenor starb in der Nacht zum Dienstag im Alter von 66 Jahren, sagte sein Bruder Fritz Hofmann der Nachrichtenagentur dapd.
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Er vereinte Klassik, Rock und Country in einer Person: Der ehemalige Startenor Peter Hofmann. (© dpa)
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Der Künstler sei nicht an seiner langjährigen Parkinson-Erkrankung, sondern an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. "Ich denke, es war eine Erlösung für ihn", sagte Fritz Hofmann. Seinen Angaben zufolge starb sein Bruder in einem Krankenhaus im bayerischen Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge, wo er zuletzt gelebt hatte.
1944 im böhmischen Marienbad geboren wurde, gab Hofmann sein Debüt als Tenor als Tamino in Mozarts "Zauberflöte" am Lübecker Stadttheater. Bei den Bayreuther Festspielen 1976 spielte er den Siegmund in der legendären "Ring"- Inszenierung von Patrice Chéreau. Gleichzeitig ging der 32-Jährige als jüngster Parsifal in die Festspielgeschichte ein. Am Grünen Hügel sang Hofmann auch den Lohengrin, den Tristan und den Walther von Stolzing in den "Meistersingern von Nürnberg". Danach war er an den großen Opernhäusern der Welt unterwegs. 1982 bekam er mit "Hofmanns Träumereien" eine eigene TV-Show.
Hofmann wagte den Spagat zwischen klassischer und populärer Musik: 1990 begeisterte er in der Titelrolle des Lloyd-Webber-Musicals "Das Phantom der Oper" in Hamburg. 1992 zog er mit seiner "Love me tender"-Tour durch Deutschland - und zeigte, dass Klassik, Rock und Country durchaus in einer Person vereinbar sind.
1999 machte er seine Parkinson-Erkrankung öffentlich, 2004 gab er das Ende seiner Karriere bekannt. Er hinterlässt seine Ehefrau, die er im März 2007 geheiratet hatte, und eine kleine Tochter. Aus erster Ehe stammen zwei Söhne.
"Er ist ganz friedlich eingeschlafen", sagte der Freund der Familie. Allerdings habe niemand mit seinem Tod gerechnet.
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(sueddeutsche.de/dapd/dpa/rus)
Schade um ihn! Ich habe des öfteren seine herrliche DVD mit James Levine und der Met in der Rolle des Lohengrin angeschaut. Ein hervorragender Sänger und Schauspieler! Ruhe in Frieden!