Regisseur Polanski ist in eine Klinik gebracht worden, sein Anwalt sorgt sich um seine Gesundheit. Derweil berät die Schweizer Justiz über eine Haftentlassung.
Der inhaftierte Starregisseur Roman Polanski hat sich in der Schweiz ärztlich untersuchen lassen - und dafür das Gefängnis vorübergehend verlassen. Sein Anwalt Hervé Temime bescheinigt dem 76-Jährigen eine "beunruhigende Gemütsverfassung".
Starregisseur Roman Polanski - sein Anwalt sorgt sich um die Gesundheit des Inhaftierten. (© Foto:)
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"Roman Polanski musste sich medizinischen Untersuchungen unterziehen", sagte Temime weiter. Zur Art der Untersuchungen sowie zum Ort der Abklärungen machte er keine Angaben. "Ich weiß nicht genau, wann er wieder ins Gefängnis zurückkehrt, ich denke aber, dass das bald sein wird", erklärte der Anwalt weiter. Er mache sich Sorgen um die Gesundheit des Regisseurs.
Polanski wurde laut Berichten von Le Parisien und Blick bereits am Freitag vom Bezirksgefängnis Winterthur in ein Krankenhaus bei Zürich verlegt. Und zwar angeblich wegen eines medizinisches Problems, das nicht ambulant behandelt werden kann und schon vor dessen Einreise in die Schweiz bestand.
Die Schweizer Justiz soll angeblich in den kommenden Tagen über eine Haftentlassung von Polanski entscheiden. Der Regisseur wird von der US-Justiz gesucht, weil er sich vor 32 Jahren in den USA an einer 13- Jährigen vergangen hat. Noch vor der Urteilsverkündung war er nach Europa geflohen. In den vergangenen drei Jahrzehnten lebte er in Frankreich. Nun droht ihm doch noch die Auslieferung in die USA.
In der Schweizer Auslieferungshaft arbeitet Polanski weiter an seinem Film "The Gost", den er im Februar bei den Berliner Filmfestspielen vorstellen will. Er wolle die Montage des Polit-Thrillers beenden, berichtet Le Parisien unter Berufung auf Informanten im Filmverlag Pathé.
Zuvor hatte schon Polanskis Freund Robert Harris auf dem "Times Cheltenham Literature Festival" erklärt, der Regisseur bearbeite im Gefängnis den Film über einen Auftragsschreiber eines britischen Ex- Premierministers. Harris hat das Buch geschrieben, das Polanski als Vorlage zu dem Streifen mit Pierce Brosnan und Kim Cattrall dient.
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(dpa/AP/afis)
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Ist ja nicht der erste, der plötzlich "krank" wird wenn die Auslieferung droht...
Herr Polanski reiht sich eine illustre Runde ein. Der Name Demjanjuk fällt mir da gerade ein. Pinochet. Undsoweiterundsofort...
Herr Polanski hatte doch wohl zumindest die letzten dreißig Jahre eine für die Allgemeinheit "beunruhigende Gemütsverfassung".
Was ist also das Neue in der Nachricht?
Oh weh, der Täter zeigt eine beunruhigende Gemütsverfassung.
Keine Rede, kurzer Schluss:
Und die des Opfers? Seit 30 Jahren?
der ihn mal untersuchen kann? Übrigens: in einem ordentlichen Gefängnis gibt es auch sehr gut ausgestattete Krankenstationen. Kann sein, daß Herr Polanski im Gefängnis mit Kriminellen wie z.B. Kinderschändern und Vergewaltigern zusammenkommt. Das wäre natürlich irgendwie seelisch belastend.
Liebe Presse (SZ eingeschlossen),
die seelischen Befindlichkeiten eines Vergewaltigers interessieren mich nicht.
Aber etwas anderes ist durchaus befremdlich um nicht zu sagen bezeichnend.
Kaum weist jemand einen gewissen Bekanntheitsgrad auf oder ist sogar - Tusch - Künstler so finden sich allerorten Leute die sich um den 'armen' Täter sorgen.
Gehts noch?
Der Mann ist - so bewundernswert sein filmisches Schaffen war - einfach nur ein Vergewaltiger auf der Flucht, der erwischt wurde. Besser spät als nie!
Mich stört der Trend in den Medien jedes noch so große BEEEEEP (zensiert) zu bejubeln, Hauptsache es bringt Quote oder oder Auflage. Dieser steht Artikel steht für mich in einer Reihe mit einem "Promidinner" mit einem netten Zuhälter.
gruß vom jazzbert, der immer noch keine Schere im Kopf oder Mundwerk hat.
Paging