Neue Bühnenshow geplant Monty Python kündigen Comeback an

Monty Python im Jahr 1971 (von links nach rechts: Eric Idle, Michael Palin, John Cleese, Terry Jones, Terry Gilliam). Idle verdeckt nahezu vollständig den hinter ihm stehenden Graham Chapman, der 1989 gestorben ist.

"And Now For Something Completely Different" - oder vielleicht doch lieber Monty Python wie eh und je? Erstmals nach 15 Jahren wollen die fünf noch lebenden Mitglieder der britischen Komikertruppe wieder gemeinsam auf der Bühne stehen.

Für die Fans von "Das Leben des Brian" oder "Die Ritter der Kokosnuss" ist es eine Nachricht, auf die sie schon lange gewartet haben: Monty Python geben ein Comeback. John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones und Michael Palin werden am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in London Pläne für ein gemeinsames Bühnenprojekt bekanntgeben. Das kündigte Eric Idle via Twitter an.

Terry Jones bestätigte der BBC einen entsprechenden Bericht der Boulevardzeitung The Sun: "Ich bin deswegen ziemlich aufgeregt. Ich hoffe, wir verdienen damit einen Haufen Geld. Ich verspreche mir davon, meine Hypothek abbezahlen zu können."

Graham Chapman, das sechste Mitglied der Truppe, war 1989 an Krebs gestorben. Die von Fans heiß ersehnte Wiedervereinigung der Blödel-Riege galt wegen innerer Spannungen lange Zeit als praktisch ausgeschlossen. Zuletzt waren die fünf verbliebenen Mitglieder Monty Pythons 1998 beim Aspen Comedy Festival gemeinsam aufgetreten. Comeback-Gerüchte hatte es jedoch immer wieder gegeben. So gab es Medienberichten zufolge im Jahr 1999 Pläne für eine US-Tour, im vergangenen Jahr kündigten vier der fünf noch lebenden Monty-Python-Mitglieder eine "Science-Fiction-Farce" fürs Kino an. Titel: "Absolutely Anything".

Gegründet worden war die Truppe Monty Python's Flying Circus im Jahr 1969, in dem sie auch erstmals in der BBC zu sehen war. Mit ihren Sketchen hielten sie sich bis 1974 in mehr als 40 Folgen im Programm des britischen Senders, später feierten sie auch im europäischen und im amerikanischen Fernsehen Erfolge.

Auf eigenen Wegen, die sich kreuzen

Geflügeltes Wort wurde die für die oftmals abrupte Überleitung von einer Szene zur nächsten gebrauchte Wendung "And Now For Something Completely Different". Unter gleichem Titel feierte die Monty-Python-Truppe 1972 auch die Kinopremiere ihrer anarchisch-absurden Sketche und Animationen.

Durchgehende Spielhandlungen hatten dagegen die Kinofilme "Die Ritter der Kokosnuss" (1975), eine makabre Persiflage auf das Ritterfilmgenre, und "Das Leben des Brian" (1979), eine Parodie auf das Genre der Bibelverfilmungen. Der Film "Der Sinn des Lebens" (1983) behandelte Grundfragen der menschlichen Existenz, wie immer intelligent, unverschämt und bewusst so manche Geschmacksgrenzen überschreitend.

Bereits seit Ende der 70er Jahre gingen die Aktivitäten der Monty-Python-Mitglieder in verschiedene, eigenständige Richtungen, auch wenn sich die Wege immer wieder kreuzten.

Viele dieser Kooperationen erwiesen sich als sehr erfolgreich. Der Kassenerfolg "Ein Fisch namens Wanda" von 1988, für den John Cleese das Drehbuch geschrieben hatte, und in dem er gemeinsam mit Michael Palin auftrat, zählt heute zu den erfolgreichsten Kinokomödien der 1980er Jahre. Gemeinsam waren Cleese und Palin bereits zuvor in dem Fantasyfilm "Time Bandits" (1981) zu sehen gewesen, bei dem Terry Gilliam die Regie geführte, und gemeinsam mit Palin das Drehbuch geschrieben hatte. Gilliam war auch Regisseur von "Jabberwocky" (1977), und führte die Regie bei "Brazil" (1985), in dem Michael Palin zu sehen war.