Musical Narziss in skinny Jeans

Ein gut trainierter Kumpeltyp, der mit seinen Buddies durch Jerusalem stromert: Armin Kahl in der Titelrolle von "Jesus Christ Superstar".

(Foto: Christian POGO Zach)

Josef E. Köpplinger inszeniert "Jesus Christ Superstar" als dynamisches Polit-Drama in der Reithalle

Von Christiane Lutz

Jesus hat es nicht leicht. Er muss die Massen euphorisieren und dabei ständig salbungsvoll gucken. Mit hadernder Anmut sollte er der eigenen Hinrichtung entgegenblicken und dann, als sei das nicht schon schlimm genug, vom Kreuz herab noch halbwegs würdevolle Sätze rausbringen, ohne dass das lächerlich aussieht. Kein Wunder, dass Jesus-Darstellungen in der Kunst jahrhundertelang etwas Gestriegelt-Entrücktes hatten, im Zweifel viel zu heilig als zu weltlich. Ein ordentliches Paket also, das sich Armin Kahl da eingehandelt hat. Denn er muss Jesus ...