Literatur Ratgeber müssen klug aussehen

"Unsere Bücher sind Hilfestellungen. Tu-Bücher. Das müssen wir auf den Covern transportieren", sagt Frank Häger, Programmgeschäftsführer des Gräfe und Unzer Verlags. Dessen Ratgeberbücher mit dem dicken "GU" in der Ecke findet man häufig in eigenen Ständern in Buchhandlungen, an sich schon relativ auffällig. Kein Lebensbereich bleibt ohne passenden Ratgeber: GU veröffentlicht Bücher über Yoga, Chia-Samen und Zwergkaninchen. Die kaufen vor allem Frauen. Und die kaufen Wohlgefühl. Häger sagt: "Gerade findet bei uns eine Art Generationenwechsel statt. Wir nutzen auf den Covern wieder frohere, frischere Motive und Farben, wo es bis vor ein paar Jahren noch gedeckter zugegangen ist." Beispiel: "Das Prinzip Kochen", auf dem eine halbierte Avocado zur Glühbirne umfunktioniert wird. Ein bisschen konkret, ein bisschen witzig. Anders funktioniert es, wenn ein Prominenter einen Ratgeber schreibt. Wie der Koch Horst Lichter, auf dessen Buch "Keine Zeit für Arschlöcher" natürlich kein selbiges, sondern der Autor abgebildet ist.

Wie muss ein gutes GU-Cover sein? Ein bisschen konkret, ein bisschen witzig, sagt Frank Häger von Gräfe und Unzer.

(Foto: Stephan Rumpf)

Frank Häger, Gräfe und Unzer

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