Literatur Bei Romanen zählt das Gesamtbild

Wie funktioniert das perfekte Cover? "Na, wenn ich die Zauberformel hätte, säße ich jetzt am Starnberger See in meiner Villa", sagt Attila Zoltan, Werbeleiter bei Luchterhand. Man könne nicht einmal von dem Luchterhand-Cover sprechen, ein Cover hänge immer vom Werk und seinem Autor ab. "Luchterhand Cover wollen vermitteln: Hier hast du gute Literatur, die aber auch gut lesbar ist." Das Cover von Juli Zehs "Unterleuten" ist ein Beispiel dafür: elegant, schlicht, weiß. Der Name der Autorin steht relativ groß über dem Titel, darunter das Bild eines lustig aussehenden Vogels. Ein Kampfläufer, wie der Leser im Buch erfahren wird.

Eine Zauberformel fürs perfekte Cover hat auch Attila Zoltan von Luchterhand nicht parat.

(Foto: Stephan Rumpf)

Juli Zeh hat maßgeblich am Cover mitgearbeitet. Einen ersten Vorschlag, Windräder aufs Buch zu drucken, lehnte sie ab. Zu industriell. "Es ist uns wichtig, den Autor beim Cover mit einzubeziehen", sagt Zoltan. Er streitet aber nicht ab, dass der Verlag bei einem Debütanten natürlich stärker eingreift als bei einer Autorin vom Kaliber Juli Zeh oder Karl Ove Knausgård, dessen autobiografische Reihe ebenfalls bei Luchterhand erscheint.

Attila Zoltan, Luchterhand