Hip-Hop- und Rock-Newcomer 2013 The Weeknd

2012 war das Jahr des Frank Ocean. Der Sänger gab dem R'n'B, den man nur noch von ölbeschmierten Schönlingen vor der Paarungszeit kannte, einen intelligenten und reflektierenden Anstrich. Bevor Frank den Mainstream eroberte, wurde er regelmäßig in Zusammenhang mit einem anderen Künstler gebracht, der den neuen R'n'B mindestens ebenso begründete: The Weeknd.

Der Kanadier mit dem bürgerlichen Namen Abel Tesfaye schreckte 2011 die Musikszene mit seinem Mixtape "House of Ballons" auf, in dem er dem Gefühl vieler Jugendlicher Ausdruck verlieh, das zwischen verflossener Liebe und dem nächsten Drogentrip oszilliert. Dabei hörte er sich gefährlich nah an Michael Jackson an. Mehr noch, Tesfaye wagte es sogar, Jacksons "Dirty Diana" zu covern - mit gutem Ergebnis.

Wahrscheinlich würden wir heute immer noch Frank und ihn im gleichen Atemzug nennen, doch entschied sich The Weeknd dafür, konstant unter dem Radar zu fliegen und auf Live-Shows, Interviews und generell auf einen Marketingplan zu pfeifen. Wir glauben trotzdem, dass sich so viel Talent irgendwann durchsetzen wird.