Grammy-Verleihung in Los Angeles Mumford & Sons holen Preis für bestes Album des Jahres

Mumford & Sons können selbst kaum glauben, dass sie den Grammy für das beste Album des Jahres erhalten haben.

(Foto: REUTERS)

Es ist der begehrteste Musikpreis der Welt: Bei der Verleihung der Grammys sind Künstler wie Adele, Kelly Clarkson und Mumford & Sons ausgezeichnet worden. Die deutschen Hoffnungsträger hatten dagegen weniger Glück. Dafür feierte Justin Timberlake ein umjubeltes Comeback - auch ohne Preis.

In Los Angeles ist am Sonntagabend der Musikpreis Grammy verliehen worden. Unter anderem gingen Kelly Clarkson, Adele, Gotye, die New Yorker Gruppe fun. und Mumford & Sons mit der begehrten Trophäe nach Hause. Die britische Folk-Rock-Band um Sänger Marcus Mumford wurde für ihre Platte "Babel" ausgezeichnet. Mumford & Sons setzte sich in der Konkurrenz um das Album des Jahres gegen The Black Keys ("El Camino"), Frank Ocean ("Channel Orange") und Jack White ("Blunderbuss") durch.

Ebenfalls Hoffnungen auf den Grammy für das beste Album hatte sich die Band Fun (Eigenschreibweise fun., "Some Nights") gemacht. Die Indie-Popper um Sänger Nate Ruess holten mit ihren Hit "We Are Young" aber die Auszeichnung für den besten Song. Außerdem wurden sie als Newcomer des Jahres geehrt.

Den Grammy für die beste Single gewann der belgisch-australische Musiker Gotye, der gemeinsam mit der neuseeländischen Sängerin Kimbra mit dem Ohrwurm "Somebody That I Used to Know" die Hitparaden gestürmt hatte.

Adele, die die Gala im vergangenen Jahr mit sechs Trophäen dominiert hatte, gewann den Preis für "Beste Solo-Pop-Performance" mit ihrem Song "Set Fire to the Rain". Sängerin Kelly Clarkson gewann mit "Stronger" den Grammy für "Bestes Pop-Gesangsalbum".

Enttäuschung für deutsche Grammy-Hoffnungsträger

Die deutschen Hoffnungen bei den Grammys sind dagegen in diesem Jahr enttäuscht worden. Der für die Musik zum Batman-Film "The Dark Knight Rises" nominierte Komponist Hans Zimmer, der bereits vier der begehrten US-Musikpreise im Regal stehen hat, ging leer aus. Den Grammy für den besten Kino-Soundtrack des Jahres holten stattdessen Trent Reznor und Atticus Ross für "Verblendung".

In der Kategorie bestes klassisches Gesangssolo konnte Chanson-Sängerin Ute Lemper ihre Nominierung für das Album "Paris Days - Berlin Nights" nicht in einen Grammy ummünzen. Auch dem Organisten Hansjörg Albrecht, der es mit "Die Planeten" des britischen Komponisten Gustav Holst in die Endauswahl für das beste klassische Instrumentalsolo geschafft hatte, blieb der Preis verwehrt.

Immerhin einen Lichtblick gab es aus deutscher Sicht bei der 55. Verleihung der Grammys. Das Schallplattenlabel Deutsche Grammophon holte den Preis für die beste Opernaufnahme des Jahres. Ausgezeichnet wurde eine Produktion von Richard Wagners "Der Ring des Nibelungen". Insgesamt wurden die Grammys in diesem Jahr in 81 Kategorien verliehen.

Comeback in Schwarz und Weiß

Einen Preis erhielt Justin Timberlake nicht. Der Sänger gab aber bei der Gala ein umjubeltes Comeback ganz in Schwarz und Weiß. In schwarzem Anzug mit Fliege und Haartolle sang Timberlake seinen im Januar überraschend veröffentlichten Song "Suit & Tie" - und sogar die Liveübertragung wechselte kurzzeitig auf Schwarzweiß.

Auch Rapper Jay-Z kam auf die Bühne, um gemeinsam mit Timberlake aufzutreten. Im Anschluss sang Timberlake noch einen zweiten neuen Song, bei dem er von einem Orchester begleitet wurde.