Filmpreis Oscar-Akademie nominiert Frauen, Schwarze und Latinos für die Jury

Auf der Einladungsliste der Academy: Sahim Omar Kalifa, Emma Watson, Mary J. Blige

(Foto: dpa/Getty/AFP)
  • Die Oscar-Akademie hat neue Mitglieder nominiert und reagiert damit auf Vorwürfe bei der vergangenen Preisverleihung.
  • Für die wichtigsten Kategorien waren keine schwarzen Schauspieler oder Schauspieler asiatischer und lateinamerikanischer Abstammung nominiert.
  • Unter den 683 neuen für die Jury Nominierten sind 46 Prozent Frauen, 41 Prozent gehören einer ethnischen Minderheit an.

Die Oscars wollen nicht mehr "so white" sein. Die Akademie in Hollywood hat auf die Kritik an der mangelnden Vielfalt in ihren Reihen reagiert. 683 Persönlichkeiten wurden als Neumitglieder eingeladen - 46 Prozent davon sind Frauen und 41 Prozent gehören ethnischen Minderheiten an, ein neuer Rekord. Die Mitglieder der prestigeträchtigen Organisation entscheiden jedes Jahr, wer mit den weltweit begehrtesten Filmpreisen geehrt wird.

Der Akademie war mangelnde Sensibilität und Vielfalt vorgeworfen worden, nachdem sie für die diesjährigen Oscars zum zweiten Mal in Folge ausschließlich Schauspieler mit weißer Hautfarbe für die vier Schauspielkategorien nominiert hatte. Das führte zu Boykottaufrufen und wütenden Kommentaren in sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #OscarsSoWhite. Der Schauspieler Will Smith, der im Football-Drama "Erschütternde Wahrheit" mitgespielt hatte, und seine Frau Jada Pinkett Smith waren aus Protest nicht zur Preisverleihung erschienen.

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Die Akademie kündigte daraufhin Änderungen beim Verfahren zur Aufnahme neuer Mitglieder an und sagte zu, die Zahl von Frauen und Angehörigen ethnischer Minderheiten in ihren Reihen bis 2020 zu verdoppeln. Zuletzt waren 92 Prozent der mehr als 6000 Mitglieder weißer Hautfarbe, 75 Prozent waren Männer. Sollten alle am Mittwoch nominierten Neumitglieder der Einladung folgen, sänken diese Werte leicht auf 89 Prozent beziehungsweise 73 Prozent.

Unter den Eingeladenen befinden sich die indisch-kanadische Regisseurin Deepa Mehta, der belgisch-kurdische Filmemacher Sahim Omar Kalifa und der iranische Regisseur Abbas Kiarostami. Auch Jungschauspieler wie Emma Watson, John Boyega und die Sängerin Mary J. Blige erhielten Einladungen.

Voraussetzung für eine Aufnahme in die Akademie ist, dass ein Neumitglied von zwei bestehenden Mitgliedern vorgeschlagen wird und "außergewöhnliche Verdienste" um die Filmkunst vorzuweisen hat.

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