Christian Petzold im Interview In der Krise ist plötzlich Kreativität da

Christian Petzold auf der Berlinale 2018, wo „Transit“ im Wettbewerb lief.

(Foto: Jens Kalaene/dpa)

Ein Gespräch mit dem "Transit"-Regisseur über das Drehen in Marseille, die Flucht, das Erzählen und Mike Nichols' "Reifeprüfung".

Interview von Fritz Göttler

Harun Farocki, der lebenslange Freund, hat Christian Petzold auf den Roman "Transit" hingewiesen. Es wurde eines der wichtigsten Bücher für die beiden. Farocki hat, neben seinen zahlreichen eigenen Projekten, bei der Entwicklung von vielen Petzold-Filmen mitgemacht. Auch für "Transit" hatten sie ein Treatment geschrieben, das sich Petzold nach Farockis Tod wieder vornahm. Keine klassische Verfilmung wollte er nun machen, sondern die Geschichte von 1940 auf die Wirklichkeit heute stoßen lassen, die wieder von Flucht und Flüchtlingsdasein bestimmt wird.

SZ: ...