Rückzug vom Amt des Kulturstaatsministers Neumann verabschiedet sich

Bernd Neumann steht auf eigenen Wunsch in der kommenden Legislaturperiode nicht mehr als Kulturstaatsminister zur Verfügung. Mit einer kolportierten Erkrankung des CDU-Politikers habe die Entscheidung aber nichts zu tun, sagte ein Sprecher.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann ist einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge schwer erkrankt und wird im Krankenhaus behandelt. Ein Mitarbeiter des CDU-Politikers bestätigte am Mittwoch lediglich, dass Neumann krank sei. Nähere Einzelheiten dazu wollte er auf Anfrage nicht mitteilen.

Neumann hatte bereits am Dienstagabend bekannt gegeben, dass er einer neuen Bundesregierung nicht mehr angehören wolle. "Für eine weitere Amtszeit als Staatsminister für Kultur und Medien stehe ich in der neuen Bundesregierung nicht mehr zur Verfügung, da ich mich neuen Aufgaben widmen werde", erklärte er. Sein Sprecher betonte, die Entscheidung habe nichts mit der Krankheit zu tun. Er habe Bundeskanzlerin Angela Merkel unmittelbar nach der Bundestagswahl über seine Entscheidung unterrichtet.

An den Koalitionsgesprächen zur Kulturpolitik wird Neumann nach Angaben seines Hauses nicht mehr teilnehmen. Die entsprechende Arbeitsgruppe wird vom CDU-Bundestagsabgeordneten Michael Kretschmer und Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) geführt.

Neumann, der seit 2005 Staatsminister für Kultur und Medien im Kanzleramt ist, gab seine Erklärung anlässlich der konstituierenden Sitzung des Bundestages am Dienstag ab. Mit der Sitzung endete offiziell die Amtszeit der schwarz-gelben Bundesregierung, die aber bis zur Bildung einer neuen Regierung geschäftsführend im Amt bleibt.