Alice Schwarzer ist 70 – In den wilden Siebzigern

"Ein Mann sagte gegen halb elf, was viele dachten. 'A Mo is a Mo und koa Frau need', grantelte er als seine Erwiderung auf Alice Schwarzer. Doch was dieser typische Mann zu später Stunde ohne Mikrophon in die bier- und dunstgeschwängerte Atmosphäre des Münchner Schwabingerbräu hineinrief, blieb ohne Echo. [...] Nach zwei Stunden gingen die ersten, der Rest blieb ratlos zurück. Zu unterschiedlich war der Informationsstand der Zuhörer (Was ist ein 'klitoraler Orgasmus?'), zu gegensätzlich die Interessen, zu gewaltig der allgegenwärtige Haß auf Männer."

(unter der Schlagzeile "Verbissen predigte sie den Männerhaß" in einer Reportage der AZ vom 9. Oktober 1975 zu der Veranstaltung "Wer hat Angst vor Alice Schwarzer?")

"Um es in ihrem eigentümlichen Jargon auszudrücken: Hier hat eine 'frustrierte Tucke' andere frustrierte Tucken schamlos exploriert, um einen Bestseller zu schreiben."

(in der Süddeutschen Zeitung vom 13. November 1975 zu Schwarzers Buch "Der Kleine Unterschied")

"Bundesdeutsche Oberemanze"

(im Spiegel vom 21. März 1977)

"Hexe mit stechendem Blick" (Bild-Zeitung)

"Nachteule mit dem Sex einer Straßenlaterne" (Münchner Abendzeitung)

Im Bild: Alice Schwarzer am 3. Dezember 1975 in Bonn

Bild: dpa 3. Dezember 2012, 12:582012-12-03 12:58:33 © Süddeutsche.de/cag/holz