17 Journalisten der SZ ausgezeichnet

Wächterpreis / Veröffentlicht am , im SZblog

17 Redakteure und Volontäre der Süddeutschen Zeitung werden mit dem "Wächterpreis der Tagespresse 2013" ausgezeichnet.

Den ersten Preis erhält SZ-Wissenschaftsredakteurin Christina Berndt gemeinsam mit Jürgen Gückel vom Göttinger Tagblatt und Heike Haarhoff von der taz für ihre Recherchen zu Unregelmäßigkeiten und Fehlentwicklungen in der deutschen Transplantationsmedizin. Die Jury würdigte besonders, dass die drei Journalisten mit ihren Veröffentlichungen dazu beitrugen, die gesetzlichen Grundlagen der Organspenden neu zu regeln.

Mit dem dritten Preis wird eine Artikelserie des SZ-Redakteurs Olaf Przybilla und des SZ-Wirtschaftskorrespondenten Uwe Ritzer über den Fall Gustl Mollath ausgezeichnet. Die beiden recherchierten schwere Versäumnisse der Justiz und psychiatrischer Gutachter in dem Verfahren gegen Mollath, der nach Geldwäsche- und Schwarzgeldvorwürfen gegenüber der Hypo-Vereinsbank seit Jahren in der geschlossenen Psychiatrie sitzt. In Folge der Veröffentlichungen wird die Staatsanwaltschaft einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens stellen.

Der "Wächterpreis für Volontäre" geht an Silke Bigalke, Sarah Ehrmann, Jannis Brühl, Antonie Rietzschel, Ronen Steinke, Frederik Obermaier, Melanie Staudinger, Christoph Giesen, Oliver Hollenstein, Viktoria Großmann, Cornelius Pollmer, Charlotte Theile, Benedikt Warmbrunn und Anja Perkuhn. Die SZ-Volontäre konzipierten ein komplettes SZ Wochenende über Waffen und deren Bedeutung für Deutschland (Erscheinungsdatum: 30. Juni/1. Juli 2012, online zu finden hier). Die Jury würdigte die Beiträge als "journalistisch anspruchsvoll, nachdenklich und tiefgründig".

Der Wächterpreis zeichnet "couragierte Reporter" aus, die "Missstände schonungslos aufdecken". Preisverleihung ist am 3. Mai im Frankfurter Römer.