Immer mehr Unternehmen verbieten das Qualmen am Arbeitsplatz oder schicken Raucher auf den Hof. Was Firmen dürfen - und welche Rechte qualmende Mitarbeiter haben.
Da hat man nun ein neues, schickes Einzelbüro - und sitzt dennoch im Qualm, der sich aus anderen Zimmern über die Klimaanlage verbreitet oder durchs offene Fenster dringt. Die belästigten Nichtraucher beschweren sich beim Personalchef und verlangen Abhilfe. Doch was kann oder muss ein Arbeitgeber tatsächlich gegen Zigarettenrauch im Büro unternehmen? Und welche Konsequenzen drohen dem qualmenden Verursacher?
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Qualmen im Büro: Kein Arbeitgeber ist verpflichtet, seinen Mitarbeitern eine Möglichkeit zum Rauchen zu gewähren. (© Foto: dpa)
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Ärger mit den Kollegen
"Grundsätzlich gilt: Der Arbeitgeber ist für die Gesundheit des Arbeitnehmers an dessen Arbeitsplatz verantwortlich", sagt Christian Willert, Fachanwalt für Arbeitsrecht in der Berliner Kanzlei Härting. Das bedeute zwar nicht, dass der Chef gesetzlich verpflichtet sei, von sich aus rauchfreie Büros anzubieten. Sobald aber ein Angestellter einen Nichtraucher-Arbeitsplatz verlange, müsse ein solcher zur Verfügung gestellt werden. "Dann greift die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers", erklärt Willert.
Im vorliegenden Fall müsse jedoch zunächst geklärt werden, woher der Rauch stammt, sagt der Anwalt. Falls ein Mitarbeiter in einem der benachbarten Büros rauche und dadurch für Ärger bei den Kollegen sorge, dann müsse er mit einer Abmahnung rechnen. "Aber nur, wenn der Arbeitgeber im Vorfeld ein klares Rauchverbot am Arbeitsplatz erteilt hat", sagt Willert.
Raucher unter dem Staubsauger
Dies geschieht gegenwärtig in fast allen Branchen und Betrieben. Großunternehmen wie zum Beispiel Vodafone verbieten ihren Mitarbeitern zwar das Rauchen am Arbeitsplatz, aber nicht während der Arbeitszeit: "Wir haben seit Jahren eine betriebsinterne Vereinbarung. Geraucht wird nur in den Raucherräumen", sagt Vodafone-Personalchef Michele Verna.
Für diese entwickelt sich sogar mittlerweile ein eigenständiger Markt. Besonders Abzugssysteme, bei denen die Raucher direkt unter einer Art Staubsauger stehen, seien beliebt, erklärt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Dabei können die Abzugssysteme flexibel in Raucherräume einmontiert oder wahlweise als Schirme über Stehtischen angebracht werden. Um eine stärkere Transparenz und Orientierung auf dem Raucherkabinen-Markt zu gewährleisten, entwickelte die DGUV nun ein Prüfzertifikat.
Die Maßstäbe für das Gütesiegel sind streng: Die Anlagen müssen den Zigarettenrauch möglichst vollständig erfassen und die Schadstoffe durch Filter beseitigen, so die DGUV. Demnach darf ein Kubikzentimeter Luft nicht mehr als 3000 sogenannte ultrafeine Partikel enthalten - sie sind feiner als Feinstaub. Die gleiche Menge Luft im Freien außerhalb von Städten enthält etwa 10.000 dieser Partikel.
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Nur noch ein paar Zahlen:
pro Jahr sterben 17.000 Menschen an ärztlichen Kunstfehlern.
alle 14 Sekunden ereignet sich ein Verkehrsunfall.
alle 13 Stunden wird ein Fußgänger getötet.
alle 6 Minuten stirbt ein Deutscher an einem Herztod.
weltweit verlieren wir alle 10 Sekunden 100 Tonnen Mutterboden.
alle 5 Sekunden geschieht in Deutschland ein Verbrechen.
jedes Jahr sterben etwa 400.000 Kinder an den Folgen von Durchfall.
im Schnitt werden täglich 1.424 Menschen ermordet, das ist fast 1 Mord pro Minute.
jede Minute stirbt auf der Welt eine Frau an den Folgen von Schwangerschaft und Geburt.
alle 2 Minuten wird in Deutschland eingebrochen.
alle 10 Sekunden infiziert sich ein Jugendlicher an Aids.
In Deutschland sterben jährlich rund 100.000 Menschen an den Folgen des Rauchens pro Tag also 300.
alle 10 Sekunden gibt es weltweit 1 neues Tuberkuloseopfer.
alle 15 Sekunden wird eine Frau oder ein Mädchen genitalverstümmelt.
alle 10 Sekunden stirbt 1 Mensch an der globalen Wasserkrise.
alle 60 Sekunden bringt sich jemand um.
alle 14 Minuten verunglückt ein Kind unter 15 Jahren.
Alles schon tausendmal gehört, nur die Geschichte mit der,, Reinen Atemluft''. Das ist doch ein tolles Hobby und nicht mal schädlich. Auch die Bereicherung unserer Sprache mit dem Wort - Zwangsberauchte - ist einfach genial. Hier für Sie noch ein neues Hobby: Setzen Sie sich doch dafür ein, dass auf jede Waffe und sonstiges Kriegsgerät ein Bild eines zerfetzten Menschen abgebildet wird. Übrigens bei uns kassieren keine Politiker die Tabaksteuer, sondern der Fiskus. Das kann ja in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich gehandhabt werden.
@ dietel40,
angesichts der tatsächlichen Opfer des Tabakkonsums - weltweit mehr als 5 Millionen, und auch Zwangsberauchte werden krank und sterben - stellt der Tabakkonsum ein enormes Problem dar, auch wenn Sie anderer Meinung sind. Die Lösung ist einleuchtend, und jedes Kind begreift sofort, wie es geht. Warum soll der Tabakkonsum nicht - wie andere lebensgefähliche Produkte wie Asbest und Contergan auch - verboten werden? Rauchen schädigt das Erbgut, und es ist nicht einzusehen, daß zukünftige Generationen die Folgen der heutigen Qualmerei tragen müssen. Wenn man Menschen zitiert, muß man selbstverständlich abschreiben, und zwar Wort für Wort. Ich engagiere mich bereits seit 1964 für reine Atemluft. Das ist kein Zeitvertreib, sondern eine notwendige Arbeit, weil viele Politiker lieber Tabaksteuern kassieren, als Menschen vor Schaden zu bewahren. Die Anti-Tabakindustrie-Engagierten tun also das, was die Politiker tun müßten. Erst wenn endlich alle - auch Kinder - vor diesem Luftschadstoffgemisch Tabakrauch geschützt werden, können wir aufhören, Leserbriefe zu schreiben. Daß es so lange dauert, das ist nicht unsere Schuld.
Ein hoch den Gesundheitsaposteln. Für echte Probleme und deren Lösung langt es wohl nicht. Alles was hier so an Kommentaren abgegeben wird stand schon X-Mal drin.
Abschreiben ist leicht, aber verschont uns bitte mit Eurem Zeitvertreib.
Vernunftmäßig gibt es hier keine Diskussion. Jeder hat ein Recht auf seine Laster, ist aber auch für die Folgen verantwortlich.
Das heißt, er muss damit leben, dass er am Arbeitsplatz andere damit nicht belästigt oder in diesem Falle sogar verletzt und er darf deswegen auch seine Pflichten nicht vernachlässigen.
Ein weiser Arbeitgeber bietet daher keine Ausweichmöglichkeiten an, sondern Programme zur Bekämpfung von Suchtkrankheit.
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