Nachdem die Uni Heidelberg ihr nach Plagiatsvorwürfen den Doktortitel entzogen hat, tritt FDP-Europapolitikerin Silvana Koch-Mehrin nach: Die Mängel in der Methodik ihrer Arbeit seien schon bei der Abgabe bekannt gewesen. Universitäten müssen sich fragen, wie leichtfertig sie eigentlich ihre Titel vergeben.
Trotzig wie ein Kleinkind beim Zubettgehen hat die FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin auf den Entzug ihres Doktortitels durch die Universität Heidelberg reagiert. Die Dissertation beruhe auf ihrer eigenen wissenschaftlichen Leistung. Angreifbar seien allenfalls die Methodik sowie Ungenauigkeiten bei der Zitation, was bei der Annahme der Arbeit schon bemängelt worden sei.
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Koch-Mehrin ohne Doktortitel (© reuters)
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Das ist einerseits eine hanebüchene Aussage - angesichts 120 enttarnter Passagen als Plagiat lässt sich nicht von einer bloßen Nachlässigkeit sprechen; andererseits müssen sich Universitäten folglich kritische Fragen gefallen lassen. Wie leichtfertig vergeben sie eigentlich den Titel?
Falls bereits bekannt war, wie schwach die Arbeit war: Warum lehnte man sie nicht ab oder brandmarkte die Verfasserin mit der schlechtesten Note "rite" (Koch-Mehrin erhielt "cum laude")? Zwar liegen strukturierte Doktoranden-Programme mit enger Betreuung im Trend. Der deutsche Promotionsbetrieb ist aber längst eine Art Durchlauferhitzer geworden.
Das Ideal der Wissenschaft allein zum Erkenntnisgewinn schwindet - favorisiert wird das Erlangen akademischer Würden mit möglichst wenig Aufwand. Denn der Doktor gilt als Karriere-Turbo, ist zudem Zierrat für Visitenkarten, Status-Ornament.
Fernab des Forschungsumfeldes basteln so Tausende berufsbegleitend an Dissertationen, mitunter schludrig oder gar verlockt zum Betrug. Die Hochschulen machen da gern mit - hohe Promotionsraten pro Professor bringen Renommee, oft auch mehr Landesmittel. Nötig ist ein Beharren auf Qualität: Zusätzlich zur strikten digitalen Plagiatskontrolle müssen die Universitäten aufpassen, den Ruf ihrer Doktortitel nicht zu verspielen.
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(SZ vom 17.06.2011/holz)
"Wenn das Plagiieren dem Verfassen von heretischen Schriften gegen die katholische Kirche gleichkäme, so wäre [Koch-Mehrins] Verteidigung in etwa gleichzusetzen damit, dass sie auf den Altar des Petersdoms geschissen hätte."
http://ben82cgn.wordpress.com/2011/06/19/spieglein-spieglein-an-der-wand-wer-ist-der-dreisteste-im-land/
Sie fiel bereits seit Jahren mit ihrem Spitzenplatz als faulste und geldgierigste EU Parlamentarierin auf. Weiterhin überzeugte sie durch Dummheit bei ''Hart aber Fair''. Mit diesen ''Fähigkeiten'' ist ihr eine selbst erarbeitete Doktorarbeit nun wirklich nicht zuzutrauen.
Jetzt behauptet diese gewissenlose Freibeuterin, sie hätte ihrem Doktorvater damals bei der Übergabe ''ihrer Arbeit'' mitgeteilt, dass
diese eigentlich nichts taugt und vor Fehlern strotzt. Wenn er ihr
dann trotzdem den Doktortitel verleiht, ist es letztendlich seine
Schuld und kein Grund, den Titel jetzt abzuerkennen, weil sie ja
ehrlich war.
Auf solch eine Beweisführung können nur FDP Politiker kommen, weil sie an Schamlosigkeit nicht zu übertreffen sind.
Nun soll sie den Betrieb an der Theke durch ihr Geplärre nicht
aufhalten, schließlich warten 2 weitere "FDP Doktore", nämlich
Frau Mathiopoulos und Herr Chatzimarkakis, darauf, endlich
bedient zu werden.
Während ein Diplom der Nachweis zu wissenschaftlicher Arbeit ist, sollte eine Dissertation einen Wissensgewinn aus Forschung bedeuten, irgendeine neue Erkenntnis, eine neue These...
Mag sein, dass dieses hehre Kriterium der Innovation in der scientific community verloren gegangen ist. Dieses Kriterium beherzigt hätte Koch-Mehrin die Diss gar nicht eingereicht, ohne rot zu werden. Ihr Doktorvater hätte nach diesem Grundsatz die Diss aber nicht annehmen und schon gar nicht durchgehen lassen dürfen.
Und insofern hat Koch-Mehrin in ihrer Chuzpe schon bißchen recht: es wirft ein schlechtes Licht auf die Fakultät und deren Standards.
Die Uni Hedelberg- schon seit Heideggers Ausfall bei der Beurteilung der braunen Partei in Verruf - stellt sich doch einmal wieder ein Armutszeugnis aus. Jetzt hat sie Frau Koch Mehrins Arbeit sorgfältig geprüft. Vor der Vergabe des Doktortitels demnach nicht. Subventionskürzung wegen Leistungsvergweigerung.
Frau Koch Mehrin hat völlig recht. Der Uni Heidelberg sollte das Recht auf Vergeben des Doktortitles aberkannt werden. Kann man von einem Doktaoranden erwarten, dass er selber sagt, ich habe den Titel nicht verdient mit dem ihr mich sachmücken wollt?
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