In der Wirtschaftskrise wagen es die Deutschen immer seltener, sich krankzumelden. Zu groß ist die Furcht, nach der Genesung ohne Arbeitsplatz dazustehen.

Der Krankenstand in den deutschen Firmen ist in den ersten sechs Monaten des Jahres auf ein historisches Tief gefallen. Die Arbeitnehmer fehlten im Durchschnitt 3,2 Prozent der Sollarbeitszeit. 2008 waren es noch 3,3 Prozent, berichtet die Die Welt unter Berufung auf Statistiken des Bundesgesundheitsministeriums.

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Durchschnittlich nur dreieinhalb Tage fehlten die Deutschen im ersten Halbjahr 2009 am Arbeitsplatz. (© Foto: AP)

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Das sei der niedrigste Stand in einem ersten Halbjahr seit Einführung der Krankenstands-Statistik im Jahr 1970. Die Fehlzeiten entsprechen 3,5 Arbeitstagen.

Die Statistik des Ministeriums erfasst die Krankenstand aller gesetzlich versicherten Arbeitnehmer.

Arbeitsmarktexperten machen vor allem die Angst, in Zeiten der schweren Wirtschaftskrise im Krankheitsfall den Arbeitsplatz zu gefährden, für die weiter sinkenden Fehlzeiten verantwortlich. Laut Statistik des Ministeriums fehlten Frauen mit 3,4 Prozent der Sollarbeitszeit häufiger als Männer (3,01 Prozent). Die höchsten Krankenstände wurden im Februar (3,7 Prozent) verzeichnet, die niedrigsten im Januar (2,7 Prozent).

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(dpa/jab/bavo)