Mädchen mit einem Schuljahr Vorsprung: Zwar sind die Leistungen der deutschen Schüler beim Lesen besser geworden - doch vor allem Jungen haben Defizite. Das könnte auch am Stadtviertel liegen, in dem ihre Schule steht.
Die Verbesserungen deutscher Schüler in den Pisa-Tests geben den Kultusministern Aufwind. Den positiven Trend wolle man durch eine noch intensivere Förderung von Migranten und schwächeren Schülern fortsetzen, erklärte die Kultusministerkonferenz. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) sagte, die Pisa-Studien hätten dem Schulsystem gut getan. Das sei aber "kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen". Die Bundesregierung will die Freude an Büchern künftig schon vor der Schule stärken und fördert ein entsprechendes Programm der Stiftung Lesen mit 26 Millionen Euro. Wichtige Ergebnisse der Pisa-Studie im Überblick:
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15-jährige Mädchen können im Schnitt zwar besser lesen als gleichaltrige Buben, haben aber dafür größere Schwierigkeiten im Fach Rechnen. (© Grafik: SZ Grafik; sueddeutsche.,Grafik: SZ Grafik; sueddeutsche.de, S.Kaiser)
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Nur Mittelmaß im Lesen - aber etwas weniger Leistungsschwache
Die deutschen 15-Jährigen, die bei den Pisa-Studien getestet werden, erreichen im Schnitt nur mäßige Leseleistungen. Seit dem Jahr 2000 gibt es aber durchaus Fortschritte. So hat sich der Anteil der sehr schwachen Leser von 22,6 auf 18,5 Prozent reduziert. Dies sei "besonders erfreulich", sagte der Sprecher des deutschen Pisa-Teams, der Frankfurter Bildungsforscher Eckhard Klieme. Der Leistungsunterschied zwischen guten und schlechten Lesern habe sich so stark verringert wie in keinem anderen Industriestaat. Außerdem sei auch die Lesefreude insgesamt gestiegen. Den Schülern waren zusätzlich zum Test auch Fragen zu ihrem Leseverhalten gestellt worden.
Großes Leistungsgefälle zwischen Jungen und Mädchen
In allen Staaten, die an Pisa teilgenommen haben, erbringen Mädchen im Schnitt bessere Leseleistungen als Jungen. Ihr Vorsprung entspricht dem Lernfortschritt eines ganzen Schuljahres; so ist es auch in Deutschland. In Finnland sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern noch deutlich größer. Die Mädchen in Deutschland haben sich zwischen der ersten und der neuen Pisa-Studie außerdem klar verbessert. Bei den Jungen ist der Trend dagegen weniger deutlich. Der Anteil herausragend guter Leser hat sich bei ihnen sogar leicht reduziert. Der Leiter des Berliner OECD-Büros, Heino von Meyer, sagte am Dienstag bei der Präsentation der Daten, Deutschland habe bei der Bildung "möglicherweise ein größeres Jungen- als ein Migrantenproblem". Die OECD, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, richtet weltweit die Pisa-Studien aus. Mädchen sind indes im Rechnen bei den Tests nicht ganz so gut wie die Jungen.
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DFB-Torhüter ter Stegen
Zum einen muss man nicht in jeder Disziplin den Weltrekord halten.
Zum zweiten lässt sich zB die Härte koreanischer Schulverhältnisse in
Deutschland nicht realisieren, auch wenn man wie ich Leistung bejaht, kann man sich das in Deutschland nicht wünschen. Wenn wir in Europa vergleichen,
dann haben Völker mit "kleineren" Sprachen, also Finnen, Niederländer usw. das
Problem, aber auch den Vorteil, dass sie schon einmal 2-3 Fremdsprachen unbedingt
lernen müssen, wenn sie sich in ihren Nachbarländern bewegen wollen. Zum Teil sind in Kino und Fernsehen die Filme nicht synchronisiert und man muss Untertitel mitlesen oder die Fremdsprache können, und das betrifft alle Bildungsschichten. Das schafft Sprachkompetenz, zB die Fähigkeit, den Sinn eines Textes zu verstehen, indem man fehlende Vokabeln aus dem Kontext erschließt, oder einfach nur: aufmerksam zuhören und Inhalte schnell zu erfassen. In Belgien schneiden beispielsweise die Flamen besser ab als die Wallonen. Dass Deutschland
mit seinen anderen Grundvoraussetzungen auf Platz 10 liegt ist kein Grund
zum Jammern, und - hoffentlich - auch keiner für weiteren kurzatmigen Bildungsaktivismus.
Meine Kinder sind in dem Alter. Eine Pisa Studie wurde in den Klassen nicht gemacht. Wie kommt man also zu den Daten. Werden sie wie Journalisten es so gerne machen geschätzt? Und das Land, welches dann am meisten schreit bekommt dann einen Bonus? Wieviele Schüler nehmen teil, wieviele wurden aus der Studie ausgeschlossen? Sehr viele wichtige Fragen, aber keine Antwort auf der Seite der OSZE.
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